Religion verliert an Bedeutung: Ostdeutsche sind am unzufriedensten

Religion verliert an Bedeutung
Ostdeutsche sind am unzufriedensten

Die unzufriedensten Menschen Deutschlands leben einer Umfrage zufolge im Osten. Am zufriedensten sind die Bewohner im Nordwesten und Süden der Republik. Das ergab eine bundesweite Online- Studie des Hamburger Magazins "Stern", der Unternehmensberatung McKinsey, des ZDF und von T-Online.

HB/dpa HAMBURG. Die Umfrage unter 365 000 Menschen mit dem Titel "Perspektive Deutschland" ergab auch, dass nur noch 39 Prozent der Deutschen sich selbst als religiös bezeichnen. Beim Vertrauen in das Schulsystem liegt der Untersuchung zufolge der Süden vorn. Die Umfrage wurde laut "Stern" mit einer klassischen Befragung von 2 400 Menschen abgeglichen.

Osnabrück belegte mit 87 Prozent Zustimmung Platz eins unter 97 deutschen Städten und Regionen. Am unzufriedensten sind die Menschen in Dessau: Nur 23 Prozent sind der Ansicht, dass es sich dort gut leben lässt. Im Nordwesten Deutschlands fühlen sich die Menschen besonders wohl, auch im Süden herrscht große Zufriedenheit. Die neuen Bundesländer landeten dagegen wie im Vorjahr abgeschlagen im unteren Fünftel der Liste. Am wohlsten fühlen sich dort noch die Bewohner der Region Havelland-Fläming (55 Prozent). Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind alle Deutschen etwas zufriedener. Mit dem Schulsystem waren die Menschen vor allem in Bayern (77 Prozent) einverstanden. Bremen (57 Prozent) erhielt die schlechteste Note.

Nur noch 11 Prozent der Deutschen stehen laut "Stern" "voll und ganz" hinter der katholischen Kirche. Lediglich ein knappes Drittel ist noch an kirchlichen Reformen interessiert. Die evangelische Kirche kam etwas besser weg. Dabei sind die Menschen in Westdeutschland deutlich religiöser als in der früheren DDR - innerhalb Westdeutschlands herrscht ein klares Süd-Nord-Gefälle. In Bayern bezeichnen sich noch 50 Prozent als religiös, in Hamburg sind es 26 Prozent. Sämtliche neuen Länder liegen noch darunter, in Sachsen-Anhalt bezeichnen sich nur 14 Prozent als religiös.

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