Religionsgelehrte entsetzt
Mekka-Pilger bewarfen Teufel mit Handys

Einige moslemische Pilger haben in diesem Jahr bei der islamischen Wallfahrt (Hadsch) Armbanduhren, Mobiltelefone, Pager, Stifte und Flaschen auf die "Teufelssäule" in Mekka geworfen.

dpa KAIRO/RIAD. Das berichteten die saudischen Behörden, nachdem die Putztruppe rund um die Säule hunderte von Mobiltelefonen und anderen Gegenständen eingesammelt hatte. Bei der symbolischen Steinigung des Teufels, die ein wichtiger Bestandteil des Hadsch ist, müssen die Pilger nach altem Ritual eigentlich Steine auf eine Säule werfen.

Wie die arabische Zeitung "Al-Hayat" am Dienstag berichtete, sind die islamischen Religionsgelehrten entsetzt über dieses neue Phänomen. Bei der "Steinigung" dürften nur Steine verwendet werden, betonten sie. Alles andere sei unislamisch. Wer mit Mobiltelefonen oder ähnlichem werfe, mache sich außerdem der Angeberei schuldig. Die alljährliche islamische Wallfahrt ist am vergangenen Montag zu Ende gegangen.

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