"Relikt des Kalten Krieges"
Chef der Saar-SPD will Wehrpflicht abschaffen

Der saarländische SPD-Vorsitzende Heiko Maas fordert die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland.

ddp MÜNCHEN. Die Wehrpflicht sei ein "Relikt des Kalten Krieges", sagte Maas der "Süddeutschen Zeitung". Der damit einhergehende "weitreichende Eingriff in die Freiheit junger Männer" sei nicht mehr zu rechtfertigen.

Dass der Zivildienst beim Wegfall der Wehrpflicht nicht aufrecht erhalten werden könnte, darf nach Ansicht des SPD-Politikers kein Argument sein. Die Wehrpflicht müsse sich "aus sich selbst heraus sicherheitspolitisch legitimieren", betonte er.

Das Festhalten von Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) an der Wehrpflicht erklärte Maas damit, dass der Ressortchef die Bundeswehrreform nicht auch noch mit dieser Debatte belasten wolle. Nach Einschätzung von Maas ist es gut möglich, dass die Wehrpflicht-Frage auch auf dem SPD-Parteitag im November eine Rolle spielen wird. Die Kritiker der Wehrpflicht seien "in der SPD jedenfalls zahlreicher, als es nach außen hin" scheine, betonte er.

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