Remis gegen Rumänien
Buffon rettet Italien vor dem EM-Aus

Der Weltmeister taumelt: Nach dem 0:3 gegen die Niederlande hat einzig Welttorhüter Gianluigi Buffon 705 Tage nach dem Triumph von Berlin die „Squadra Azzurra“ gegen Rumänien in einer dramatischen Schlussphase mit viel Glück vor dem vorzeitigen Turneraus bei der EM bewahrt. Dennoch stehen die Italiener vor dem historischen Scheitern in der Vorrunde – denn sie haben im Gegensatz zu Rumänien ihr Schicksal nicht mehr selbst in der Hand. Es wäre das erste Mal, dass ein Weltmeister bei einer EM in der Vorrunde ausscheidet.

HB ZÜRICH. Mit einem abgewehrten Foulelfmeter von Italien-Legionär Adrian Mutu in der 81. Minute rettete der 30-Jährige dem viermaligen Weltmeister das 1:1 (0:0) gegen Außenseiter Rumänien. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt: Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen hat das Donadoni-Team sein Schicksal nicht mehr selbst in der Hand. Nicht einmal ein Sieg in der Neuauflage des WM-Finales von 2006 am kommenden Dienstag (20.45 Uhr) gegen Frankreich (ebenfalls ein Punkt) reicht zum Weiterkommen. Italien ist zudem auf Schützenhilfe von Gruppensieger Niederlande (6 Punkte) gegen Rumänien (2) angewiesen. Die Osteuropäer wären ihrerseits mit einem Sieg gegen die Elftal sicher als Gruppenzweiter weiter.

„Wir haben viele Torgelegenheiten herausgearbeitet, leider ist es nur zu einem Unentschieden gekommen. Aber wir bleiben im Rennen“, sagte Trainer Donadoni, den nach der erneuten Enttäuschung wieder harsche Kritik aus der Heimat erwartete. „Der Ball wollte einfach nicht ins Tor“, jammerte Mittelfeldspieler Andrea Pirlo, der immerhin eine Steigerung gegenüber dem 0:3-Debakel gegen die Niederlande erkannte: „Wir haben mit einer anderen Einstellung und Aggressivität gespielt.“

Donadoni, ohnehin gewaltig unter Druck, war mit seiner Mannschaft zufrieden, nicht aber mit dem Unparteiischen Tom Henning Övrebö. „Der Schiedsrichter hat heute nicht seinen besten Tag erwischt“, meinte der Ex-Nationalspieler. In Aufregung hatte ihn der aberkannte, aber regelgerechte Treffer von Bayern-Bomber Luca Toni in der Nachspielzeit der ersten Hälfte versetzt. Der Norweger hatte auf Abseits entschieden. „Dieser Fehler ist uns teuer zu stehen gekommen“, meinte der Allenatore.

Vor dem Elfmeter, den Buffon mit einem spektakulären Reflex parierte, hatte Christian Panucci Daniel Nicolae im Strafraum umgerissen. Der Verteidiger, der die Azzurri mit seinem entscheidenden Tor in Schottland (2:1) in der Qualifikation zur EM geköpft hatte, hatte für den Ausgleich gesorgt. Aus kurzer Distanz stocherte er den Ball über die Linie (56.).

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