Remmel und Klein scheiden als Vorstände aus: RWE schüttet mehr aus

Remmel und Klein scheiden als Vorstände aus
RWE schüttet mehr aus

Der Energiekonzern RWE will seinen Aktionären für das Geschäftsjahr 2002 eine unveränderte Dividende von 1 Euro je Aktie und zusätzlich einen Bonus von 0,10 Euro zahlen. Mit dem Bonus wolle RWE die Aktionäre an dem erfolgreichen Verkauf des Tankstellengeschäfts von RWE Dea an die Shell teilhaben lassen, hieß es in Essen.

Reuters ESSEN. Der Energiekonzern RWE will seinen Aktionären für 2002 einen unveränderte Dividende von einem Euro je Aktie und zusätzlich einen Bonus von 0,10 Euro zahlen. Im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung wurde am Donnerstag in Essen weiter mitgeteilt, dass die beiden Vorstände Manfred Remmel und Richard Klein aus dem RWE-Führungsgremium ausscheiden. Die Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) senkte unterdessen den Rating-Ausblick für RWE auf "negativ" von zuvor "stabil".

Mit dem Bonus wolle RWE die Aktionäre an dem erfolgreichen Verkauf des Tankstellengeschäfts von RWE Dea an die Shell teilhaben lassen, hieß es in Essen. Die Hauptversammlung von Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern findet am 15. Mai statt. Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr nannte RWE nicht.

RWE hatte im Januar bereits in einem ersten Überblick über 2002 eine mindestens zwölfprozentige Steigerung des Betriebsgewinns auf "deutlich über 4 Mrd. Euro" bei gleichzeitigem Rückgang des Nettogewinns angekündigt. Die RWE-Aktien setzten nach der RWE-Mitteilung ihren zum Handelsbeginn begonnenen Höhenflug fort. Am späten Nachmittag notierten sie in einem insgesamt festen Gesamtmarkt bei 18,95 Euro 7,18 Prozent höher.

Vorstände scheiden in "freundlichem Einvernehmen" aus

Eine Begründung für das Ausscheiden Kleins und Remmels wurde von RWE nicht gegeben. Es sei in "freundschaftlichem Einvernehmen" geschehen. Der Rückzug war in der Branche aber erwartet worden. Der neue Vorstandschef Harry Roels werde bis auf weiteres die Aufgaben von Klein (zuständig für Fusionen und Übernahmen) und der Vorstand Gert Maichel die von Remmel (Multi-Utility) übernehmen, hieß es.

Der Niederländer Roels steht seit März allein an der RWE-Spitze. Im Februar hatte der frühere Shell-Manager den Konzern noch zusammen mit dem inzwischen ausgeschiedenen, langjährigen Vorstandschef Dietmar Kuhnt geführt.

S&P senkt Rating-Ausblick

S&P teilte am Donnerstagnachmittag mit, den Ausblick für die Bonitätseinstufung von RWE und drei seiner Tochterunternehmen auf "negativ" von zuvor "stabil" gesenkt zu haben. Die Ratings von RWE mit A+ (langfristig) beziehungsweise A-1 (kurzfristig) blieben aber vorerst bestehen. Die Geschäftsrisiken für RWE hätten sich angesichts von Verzögerungen bei geplanten Verkäufen und eines harten Wettbewerbs auf dem britischen Markt vergrößert, hieß es zur Begründung. RWE wollte die Senkung des Ausblicks zunächst nicht kommentieren. Die S&P-Ankündigung hatte dem RWE-Aktienkurs nur kurzzeitig einen Dämpfer versetzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%