Renaissance der High-Techs
Technologietitel im Dax weiter auf dem Vormarsch

Händler sprechen von guter Stimmung auf dem Aktienmarkt. Die T-Aktie zieht weiter an.

vwd FRANKFURT. Fester notieren die deutschen Aktienkurse am späten Montagnachmittag. Bis gegen 17.30 Uhr gewinnt der Dax 1,1 % bzw. 80 auf 7 424 Punkte. Die Stimmung sei zuversichtlich. "Der Markt geht sukzessive und bedächtig nach oben", sagte ein Händler. Auch die Markttechnik sehe sehr gut aus, und die Institutionellen hätten nach ausreichend Liquidität. Allerdings mache sich der Feiertag in den USA bemerkbar. Investoren warteten wohl noch auf eine Bestätigung der Aufwärtstendenz an der Wall Street. Dann könnte der Dax in den kommenden Tagen noch weiter laufe.

Zum lauten Einstieg klingeln würde der Dax, wenn er die Marke von 7 500 Punkten überwinden würde, an der er zuletzt bereits mehrfach gescheitert sei. Getragen werden die Kursgewinne bei den deutschen Standardwerten in erster Linie von der T-Aktie, die 5,7 % auf 48,84 Euro zulegt. Händler begrüßen die Übernahme von Ya.com durch T-Online. Dabei zahle T-Online lediglich 340 Euro je Ya.com-Kunden, während der Wert der Kunden bei T-Online mit 9 000 Euro angesetzt wird. Zudem gebe es Studien, wonach die in der kommenden Woche anstehende Höhergewichtung im Dax die geringere Gewichtung im Euro-Stoxx-50 mehr als kompensiere.

Siemens profitieren ebenfalls von der Renaissance der High-Techs und rücken 2,2 % auf 189,45 Euro vor. Auch SAP erhalten am Nachmittag einen neuen Schub nach vorne, nachdem die Aktie des Walldorfer Software-Untenehmens die Marke von 300 Euro nachhaltig überwinden konnte. SAP rücken um 3,5 % auf 309,10 Euro vor. Infineon verteuern sich um 0,4 % auf 74,88 Euro. Epcos drehen ins Plus und verbuchen einen Aufschlag von 0,6 % auf 118,85 Euro. Unter Druck stehen Commerzbank, die 3,3 % auf 34,06 Euro verlieren.

Händlern zufolge leidet die Aktie unter der Kapitalerhöhung und der nunmehr verfolgten Defensivstrategie des Managements. Denn mit der höheren Beteiligung von Generali sei eine kurstreibende Übernahme beinahe unmöglich. Lufthansa büßen 4,4 % auf 23,72 Euro ein. Marktteilnehmer verweisen auf den hohen Ölpreis zur Begründung. In der zweiten Reihe lasten die in der Vorwoche vorgelegten enttäuschenden Halbjahreszahlen und der Ausblick weiterhin auf Sixt. Die Aktien verbilligen sich um 9,7 % auf 23,40 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%