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„Renaissance der Utopie“: Positives Denken statt Schwarzseherei

Mit der Auflösung unseres traditionellen Menschenbildes vor allem infolge des rasanten technischen Fortschrittes beschäftigt sich der Sammelband „Renaissance der Utopie“. An dem Buch fällt auf, dass die neuen Techniken von der Mehrzahl der vierzehn Autoren als ein Mittel betrachtet werden, lang gehegte Menschheitsträume zu verwirklichen. Dass dabei der Mensch fast nur noch als Störfaktor betrachtet wird, stört beispielsweise einen bekennenden Transhumanisten wie den Autor Hubert Mania nicht.

dpa HAMBURG. Mit der Auflösung unseres traditionellen Menschenbildes vor allem infolge des rasanten technischen Fortschrittes beschäftigt sich der Sammelband "Renaissance der Utopie". An dem Buch fällt auf, dass die neuen Techniken von der Mehrzahl der vierzehn Autoren als ein Mittel betrachtet werden, lang gehegte Menschheitsträume zu verwirklichen. Dass dabei der Mensch fast nur noch als Störfaktor betrachtet wird, stört beispielsweise einen bekennenden Transhumanisten wie den Autor Hubert Mania nicht.

Einen Kontrapunkt hierzu setzt allerdings Guillaume Paoli, ein Mitbegründer der "Glücklichen Arbeitslosen". Er malt in seinem Beitrag aus, dass es um die Menschen auf der Erde dann gar nicht so schlecht bestellt sein wird, wenn die wissenschaftlich-technische Elite eines Tages endgültig ins All auswandert.

Dem Mitherausgeber des Bandes Rudolf Maresch zufolge liegt die Absicht des Buches darin, der schwarzseherischen Diskussion über das Ende der Geschichte, wie sie insbesondere in Zentraleuropa geführt wird, etwas Positives entgegenzusetzen. Dabei diene vor allem Amerika mit seinem ausgeprägten Optimismus als Vorbild. Maresch räumt allerdings ein, dass einige Artikel des Bandes zu stark auf das technisch Machbare ausgerichtet seien. "Es war aber schwierig", so Maresch, "Autoren und Autorinnen zu finden, die Utopisches zu zwischenmenschlichen und existenziellen Fragen beigetragen hätten."

Rudolf Maresch, Florian Rötzer (Hg.)

Renaissance der Utopie

Suhrkamp Verlag, Frankfurt/Main

255 S. Euro 10,00

Isbn 3-518-12360-2

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