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Renault bekräftigt Einsparziel von 3 Milliarden Euro

Der französische Autokonzern Renault will trotz geringerer Kosteneinsparungen bei Zulieferteilen als geplant sein Sparziel von drei Mrd. ? innerhalb von drei Jahren erreichen.

rtr FRANKFURT. "Trotz der Unterschreitung der Sparziele bei den Zulieferteilen haben wir unser (Einspar-)Ziel für 2001 nicht revidiert, weil es durch zusätzliche Einsparungen in anderen Bereichen kompensiert wurde", sagte eine Renault-Sprecherin am Donnerstag. Auch das Sparziel von drei Mrd. ? über den Drei-Jahres-Zeitraum werde beibehalten. Der Renault-Aktienkurs kletterte am Donnerstag zeitweise um mehr als fünf Prozent bis auf 39,80 ?. Gegen 19.00 Uhr MEZ lagen die Titel noch mit 3,9 % bei 39,30 ? im Plus.

Nach Angaben von Firmenchef Louis Schweitzer in einem Interview mit der "Financial Times" (Donnerstagausgabe) sollten unter anderem die Bestände fertiger Fahrzeuge reduziert, die Kosten in Vertrieb und Logistik gesenkt und das Händlernetz verkleinert werden. Schweitzer zufolge soll die Anzahl der europäischen Händler bis zum Jahr 2004 auf 800 von derzeit 1900 reduziert werden. Renault werde kleinere Händler zum Zusammenschluss auffordern, so dass die Zahl der Verkaufsstellen gleich bleibe, sagte der Firmenchef in dem Zeitungsinterview. Um Kosten zu sparen solle zudem die Entwicklungszeit neuer Modelle mit Hilfe des japanischen Partners Nissan deutlich reduziert werden. Renault werde sich der von Nissan verwendeten Modelle für die Entwicklung von Neufahrzeugen bedienen. "Das wird uns helfen, Fahrzeuge rascher auf den Markt zu bringen", sagte Schweitzer weiter.Die Entwicklungszeit solle auf zwei Jahre und vier Monate von derzeit fast drei Jahren verringert werden, sagte der Firmenchef. Schweitzer bekräftigte, dass Ergebnisbeiträge aus dem Bündnis mit Nissan künftig das finanzielle Ergebnis des Konzerns verbessern würden. Renault will seinen Anteil an Nissan früheren Angaben zufolge auf 44,4 % auf 36,8 % erhöhen. Nissan will zudem 15 % an Renault übernehmen. Das Geschäft soll bis Mitte 2002 abgewickelt sein und für beide Seiten Kosteneinsparungen in der Entwicklung von Bauteilen und Fertigungsstätten sowie einen besseren Marktzugang bringen. Schweitzer rechnet dem Bericht zufolge fest mit der Zustimmung der Regulierungsbehörde für diese erweiterte Allianz.

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