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Renault: Haben 35-Stunden-Woche besser verkraftet als Deutsche

Anders als Volkswagen , Opel oder Daimlerchrysler strebt der französische Autobauer Renault keine Verlängerung der Arbeitszeit an. Wenige Tage nach der Ankündigung von 10 000 Einstellungen sagte Renault-Chef Louis Schweitzer der Pariser Zeitung "Le Figaro" (Montagausgabe), die Einführung der 35-Stunden-Woche habe "die Wettbewerbskraft von Renault nicht in messbarer Weise beeinträchtigt". Er fügte hinzu: "Ich stelle fest, dass die Autoindustrie die 35 Stunden gemessen an der Effizienz in Frankreich besser gemanagt hat als in Deutschland." Die französischen Hersteller seien jetzt wettbewerbsfähiger als die deutschen.

dpa-afx PARIS. Anders als Volkswagen , Opel oder Daimlerchrysler strebt der französische Autobauer Renault keine Verlängerung der Arbeitszeit an. Wenige Tage nach der Ankündigung von 10 000 Einstellungen sagte Renault-Chef Louis Schweitzer der Pariser Zeitung "Le Figaro" (Montagausgabe), die Einführung der 35-Stunden-Woche habe "die Wettbewerbskraft von Renault nicht in messbarer Weise beeinträchtigt". Er fügte hinzu: "Ich stelle fest, dass die Autoindustrie die 35 Stunden gemessen an der Effizienz in Frankreich besser gemanagt hat als in Deutschland." Die französischen Hersteller seien jetzt wettbewerbsfähiger als die deutschen.

Schweitzer plant zwar Werkseröffnungen in wachsenden Märkten wie Kolumbien und Russland, schloss eine Verlagerung der Produktion aus Frankreich jedoch aus. "Angesichts der Investitionen in die Mitarbeiter und der industriellen und finanziellen Investitionen ist es nach wirtschaftlichem Kalkül weder rational, ein Autowerk zu verlegen, noch aufzuhören in die Modernisierung und Entwicklung unserer bestehenden Werke in Frankreich zu investieren." Renault habe seit dem Jahr 2000 stabil etwa 71 000 Mitarbeiter und wolle nun die Stellenzahl ausbauen. Im Jahre 2005 würden 10 000 neue Mitarbeiter eingestellt, darunter 5 000 in Frankreich.

Einen Einbruch der Autonachfrage wegen der Ölpreishausse erwartet Schweitzer nicht. "Es gibt zumindest kurzfristig keine direkte Beziehung zwischen dem Ölpreis und der Autonachfrage", sagte er dem Wirtschaftsblatt "Les Echos" (Montag). Auch eine Verschiebung der Nachfrage hin zu benzinsparenden Modellen sehe er nicht. Dennoch will Renault nach der Stärkung im oberen Mittelklassesegment in Westeuropa auch mit Billigmodellen wachsen. Das eigentlich für Schwellenländer konzipierte "5 000-Euro-Auto" Logan soll ab Juni 2005 wegen des überraschend starken Interesses auch in Westeuropa angeboten werden. Allerdings will Renault das bei der Tochterfirma Dacia in Rumänien gebaute Auto in Westeuropa für 7 500 ? verkaufen.

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