Renn-Premiere noch offen
Neuer Silberpfeil ist fertig

Der neue Silberpfeil ist da, das Datum seiner Renn-Premiere aber noch nicht festgelegt. McLaren-Mercedes gab am Dienstag offiziell die Fertigstellung des lang ersehnten diesjährigen Formel-1-Autos MP4-18 bekannt.

HB/dpa STUTTGART/MÜNCHEN. Am (morgigen) Mittwoch wird es erstmals auf dem Kurs Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet getestet. Sobald der Wagen "die Erwartungen an die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit erfüllt", werde das Team den Zeitpunkt des ersten Renneinsatzes festlegen, hieß es in einer Mitteilung.

Bisher tritt McLaren-Mercedes in der Weltmeisterschaft im modifizierten Vorjahres-Fahrzeug (MP4-17D) an. Mit ihm gelang dem Finnen Kimi Räikkönen der Sprung an die WM-Spitze, die er auch nach sechs Rennen mit zwei Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger Michael Schumacher verteidigte.

Gut zwei Wochen nach dem Grand-Prix-Debüt des "roten Hais" von Konkurrent Ferrari gab McLaren-Mercedes Charakteristik und Details des brandneuen Silberpfeils preis. Die Form der Heckverkleidung ähnelt einer Rückenflosse, hieß es. Der MP4-18 weise sichtbare Unterschiede zu seinem Vorgänger auf. Unter anderem sei die "Fahrzeugnase" kürzer und niedriger und das Heck kompakter. Der neue Motor von Mercedes-Benz (FO 110P) ist tiefer eingebaut als im Vorjahres-Modell, wodurch der Fahrzeug-Schwerpunkt abgesenkt wurde.

Der Motor sei von Grund auf neu entwickelt worden, erklärte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der das Auto nach dem Rennen in Spielberg als "sehr schön" angekündigt hatte: "Mit dem FO 110 wollen wir einen weiteren Schritt nach vorne machen und wesentlich zur Leistungsfähigkeit unseres gesamten Technikpaketes beitragen."

Allgemein wurde in der Formel 1 frühestens Mitte Juni beim Großen Preis von Kanada mit dem ersten möglichen Renneinsatz des neuen Silberpfeils gerechnet. Womöglich dauert es aber noch bis Mitte Juli. Haug sprach zuletzt von "drei, vier, fünf Rennen", die man abwarten müsse. Zunächst sind dreitägige Testfahrten in dieser Woche mit dem Österreicher Alexander Wurz geplant. Zudem entwickeln die Grand-Prix- Fahrer Räikkönen und David Coulthard das Vorjahres-Auto weiter.

"An den ersten Test eines neuen Wagens knüpfen sich immer Erwartungen. Dieses Gefühl ist in diesem Jahr noch stärker, denn das Team erhofft sich vom MP4-18 einen deutlichen Schritt nach vorn. Es ist unser langfristiges Ziel, regelmäßig um Siege zu fahren", sagte McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh. Der Technische Direktor Adrian Newey meinte: "In dieses Auto wurde wahrscheinlich mehr Forschung investiert als in jedes andere Fahrzeug, an dem ich bisher gearbeitet habe.

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