Rennstall dementiert Millionen-Angebot heftig
Toyota winkt „Schumi II" mit jeder Menge Geldscheine

Michael Schumacher fürchtet vor dem Formel-1-Debüt in der Wüste nur den Sand. Sein Bruder Ralf dagegen wirbelte schon vier Tage vor dem ersten Grand Prix im Golfstaat Bahrain mächtig Staub auf. Der Kerpener soll nach Medienberichten am Saisonende sein Team Williams-BMW verlassen und zu Toyota wechseln. Dort werde er einen Vertrag mit der auch für Formel-1-Verhältnisse ungewöhnlich langen Laufzeit von fünf Jahren erhalten. Bis 2009 soll er ein garantiertes Fixgehalt von 100 Mill. Dollar bekommen - plus Bonus-Zahlungen von jährlich bis zu 10 Mill. Dollar. für WM-Titel, Grand-Prix-Siege und WM-Punkte.

HB MANAMA. Das Dementi von Toyota folgte prompt. "Das ist reine Spekulation ohne Wahrheitsgehalt. Dieses Angebot gibt es nicht", sagte Sprecher Andrea Ficarelli am Mittwoch. Von Schumachers Seite gab es vorerst keine Stellungnahme. Sein Manager Willi Weber ließ ausrichten, er stünde bis Ende der Woche nicht zur Verfügung, Pressesprecher Thomas Hofmann begnügte sich mit einem knappen: "Kein Kommentar." In dem monatelangen Poker um Ralf Schumachers neuen Vertrag bei Williams-BMW ist ein Wechsel zu dem ambitionierten, aber bisher erfolglosen japanischen Rennstall mit Sitz in Köln eine alte Variante. Des öfteren brachte Weber Toyota ins Spiel. Doch auch Renault wurde als potenzieller neuer Arbeitgeber für seinen Schützling lanciert.

Offiziell hat Weber stets betont, mit Williams-BMW verlängern zu wollen. Doch Teamchef Frank Williams will dies nur tun gegen einen kräftigen Abschlag beim Gehalt von geschätzten 15 Mill. auf sechs Mill. Dollar. Eine weitere Gesprächsrunde zwischen Williams und Weber soll in der Woche nach dem Rennen am Sonntag (13.30 Uhr/RTL und Premiere) in Bahrain stattfinden. Zuletzt wollte Weber positive Signale von Seiten Williams registriert haben.

Der sechsmalige Weltmeister Michael Schumacher konnte sich indes in Ruhe auf den dritten WM-Lauf vorbereiten. Der Ferrari-Pilot muss sich nach seinen souveränen Siegen bei den ersten Rennen in Australien und Malaysia weniger um die Konkurrenz, als viel mehr um die ungewohnten Umstände bei der Formel-1-Premiere in Bahrain Gedanken machen. Der Sand in der Luft und auf Asphalt, die trocken- heiße Luft, die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen wegen der Terrorgefahr, das arabische Ambiente und der alkoholfreie Sieger- Champagner machen das größte sportliche Ereignis im Mittleren zu etwas Außergewöhnlichem.

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