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Rente könnte knapp werden

Wiesbaden (dpa) - Wegen unerwartet niedriger Einnahmen in den ersten fünf Monaten hält die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) 2004 Liquiditätsprobleme für möglich.

Wiesbaden (dpa) - Wegen unerwartet niedriger Einnahmen in den ersten fünf Monaten hält die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) 2004 Liquiditätsprobleme für möglich.

Schon ein geringes Unterschreiten der von der Bundesregierung unterstellten Lohnentwicklung könnte vorgezogene Zuschüsse oder zinslose Darlehen des Bundes erforderlich machen, um die Renten auszahlen zu können, sagte der BfA-Vorstandsvorsitzende Christian Zahn am Mittwoch in Wiesbaden. Die Schwankungsreserve von 0,2 Monatsausgaben werde aber eingehalten. Es sei gerechtfertigt, den Beitragssatz 2005 bei 19,5 Prozent zu belassen, sagte Zahn. Raum für eine Senkung sah er bis 2008 nicht.

Nach BfA-Berechnungen ist das Renteneinstiegsalter seit 1998 deutlich gestiegen. Männliche Neurentner waren 2003 in den alten Bundesländern im Schnitt 63 Jahre alt (plus 0,7 Jahre), in den neuen 62,8 Jahre (plus 1,2 Jahre). Ähnlich war es bei den Frauen, die in Westdeutschland im Schnitt mit 62,8 Jahren in Rente gingen, im Osten mit 61,1 Jahren. Offensichtlich griffen die Maßnahmen der vergangenen Jahre, sagte BfA-Direktor Klaus Michaelis. Die Neurentner könnten bei durchschnittlicher Lebenserwartung auf die von ihnen und ihren Arbeitgebern eingezahlten Beiträge eine Rendite von 4 bis 5 Prozent erwarten. Bis 2020 sinke sie auf 3 Prozent für Männer und 3,6 Prozent für Frauen, um sich dann auf diesen Werten zu stabilisieren.

Die BfA ist nach eigenen Angaben mit rund 25 Millionen Versicherten und gut 9 Millionen Rentnern der größte Rentenversicherungsträger Europas. Sie beschäftigt rund 27 000 Mitarbeiter. Der Jahresetat liegt bei rund 125 Milliarden Euro.

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