Renten- und Krankenversicherung
Hundt erwartet höhere Beitragssätze

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt rechnet im kommenden Jahr mit einem stärkeren Anstieg des Rentenbeitragssatzes als die Bundesregierung.

ddp MÜNCHEN. Der Satz werde von derzeit 19,1 voraussichtlich auf 19,5 Prozent steigen, sagte Hundt dem Wirtschaftsmagazin "Focus Money". Die Bundesregierung will mit einer höheren Beitragsbemessensgrenze und dem Abschmelzen der Schwankungsreserve der Rentenversicherung verhindern, dass der Rentenbeitragssatz auf mehr als 19,3 Prozent steigt.

Hundt erwartet zudem, dass die Beiträge zur Krankenversicherung um mindestens 0,5 Prozentpunkte auf durchschnittlich 14,5 Prozent zunehmen. Auch bei den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung sei keine Besserung in Sicht. "Hartz alleine senkt die Arbeitslosigkeit nicht", sagte er. Die Hartz-Vorschläge seien allenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Ein niedrigerer Beitragssatz werde nur möglich, wenn die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes verkürzt werde. "Jetzt sind echte Reformen gefragt, nicht weiteres Klein-klein", mahnte Hundt.

Der Arbeitgeberpräsident bot der Regierung eine Neuauflage des Bündnisses für Arbeit unter bestimmten Bedingungen an. In einem solchen Bündnis müsse "tabulos über alle Punkte" gesprochen werden, auch über Grundzüge der Tarifpolitik. Hundt lehnte ferner höhere Steuern und eine höhere Neuverschuldung ab. "Wir befinden uns in einer schweren Krise. Mich erschüttert, wie die Regierung darauf reagiert", sagte er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%