Rentenmarkt
Renten geben wegen US-Daten Gewinne zum Teil ab

Reuters FRANKFURT. Am europäischen Rentenmarkt haben die Zins-Futures Händlern zufolge im Sog der US-Kreditmärkte einen Teil ihrer im frühen Geschäft erreichten Gewinne wieder abgegeben. Der richtungweisende Bund-Future notierte gegen 17.15 Uhr MESZ noch mit 28 Ticks im Plus bei 105,28 Punkten, nachdem der Kontrakt am Mittag ein vorläufiges Tageshoch bei 105,50 Punkten markiert hatte. US-Staatsanleihen hatten den Handel in New York freundlich begonnen, nach der Veröffentlichung des Verbrauchervertrauens-Indexes jedoch zwischenzeitlich ins Minus gedreht. Das Stimmungsbarometer war stärker als erwartet gestiegen.

Am Vormittag hatten technische Reaktionen und die Inflationsdaten für Deutschland, die Händlern zufolge nicht bedenklich ausgefallen waren, zu einem Kursanstieg über alle Laufzeiten geführt. Auch der gestiegene Euro-Kurs hatte die europäischen Staatsanleihen gestützt, da ein höherer Euro-Kurs die Gefahr importierter Inflation verringern und damit etwas Druck von der Europäischen Zentralbank nehmen könnte.

Nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstitutes "Conference Board" stieg das Stimmungsbarometer für das Verbraucher-Vertrauen in den USA im Juli auf 141,7 Punkte von revidiert 139,2 Punkten im Juni. Volkswirte hatten einen geringeren Anstieg auf 139,3 Punkte erwartet. Sollte das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher in die Wirtschaft ihres Landes zu anhaltend hohen Konsumausgaben führen, könnte die Inflationsrate steigen und die US-Notenbank dazu bewegen, erneut Zinserhöhungen zu erwägen.

Die 30-jährige US-Staatsanleihe notierte gegen 17.15 Uhr MESZ nach plus 5/32 Ticks mit 106-8/32 Punkten und einer Rendite von 5,8 %. Keine Auswirkungen hatten zunächst Äußerungen von US-Notenbankpräsident Alan Greenspan, der am Nachmittag im Bankenausschuss des US-Kongresses eine weitgehend mit Äußerungen aus der vergangenen Woche identische Erklärung abgegeben hatte.

Der Bobl-Future lag nach plus 17 Stellen bei 102,93 Punkten. Der Schatz-Future stieg um fünf Zähler auf 101,32 Punkte. Die zehnjährige Bundesanleihe Juli 2010 notierte mit 100,20 % (Rendite 5,217) gegenüber dem Vortagesschluss von 99,91 %.

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