Report über das Fürstentum an der Cote d'Azur
Pariser Parlamentsbericht sieht Monaco als Paradies der Geldwäscher

Dem Fürstentum wird "Laxheit" im Kampf gegen Geldwäscher vorgehalten.

dpa PARIS. Das Fürstentum Monaco ist nach einem französischen Parlamentsbericht ein günstiger Platz für Geldwäsche und andere Finanzdelikte. Es fehle beispielsweise ein strenges Berufsethos der Banken, kritisiert der am Mittwoch in Paris veröffentlichte Bericht. "Dazu kommen eine Gesetzgebung, die die Anonymität von Transaktionen sicherstellt, und ein Spielcasino, das nicht kontrolliert wird." Dem Fürstentum wird "Laxheit" im Kampf gegen Geldwäscher vorgehalten. Es bekräftigte daraufhin die Bereitschaft, mit Paris zusammenzuarbeiten.

Der für die Nationalversammlung erstellte Report über das Fürstentum an der Cote d'Azur kommt zu dem Schluss, dass auch die unzureichende internationale Zusammenarbeit der Justiz dazu beitrage, dass Monaco ein geeigneter Platz für Geldwäscher sei. Die französischen Medien stellten diesen ersten offiziellen Bericht zur Geldwäsche in Monaco groß heraus und betonten, Paris sei dafür mitverantwortlich.

Frankreich werde es nach dem Bericht ernsthaft ins Auge fassen müssen, bestehende Vereinbarungen mit dem unter dem Schutz von Paris stehenden Territorium zu überprüfen. Der Report war gegen die Stimmen der konservativen Neogaullisten in der vorbereitenden Kommission der Nationalversammlung angenommen worden. Auf 195 Hektar Fläche gibt es in dem Steuerparadies Monaco 70 Finanzinstitute. Nahezu zwei Drittel der 340 000 Konten haben Inhaber, die nicht in dem Fürstentum wohnen.

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