Report vorgestellt
Merill Lynch senkt Prognosen bei Chemiekonzernen

Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat die Gewinnschätzungen für mehrere europäische Chemieunternehmen herabgesetzt. Am stärksten seien die Gewinnprognosen für die Firmen DSM, Croda und ICI gesenkt worden, teilte Merrill Lynch am Dienstag in London mit.

Reuters LONDON. "Wir haben die Gewinnschätzungen je Aktie für die meisten derjenigen Chemiefirmen herabgesetzt, die noch keine Gewinnwarnungen von bis zu neun Prozent für 2001 vorgelegt haben", sagte Robyn Coombs von der Analyseabteilung der Bank. Bei Akzo, Air Liquide, BOC und Linde seien die Rücknahmen etwas geringer ausgefallen. Unter den Unternehmen seien Air Liquide, Akzo und Givaudan am besten plaziert, um den Abschwung in der Industrie auszusitzen.

"BASF, Bayer und Rhodia haben bereits Gewinnwarnungen ausgegeben und wir haben ihre EPS-Schätungen für 2001 um elf, 15 und 75 % gesenkt," sagte Coombs weiter. Bei Clariant sei die Gewinnschätzung um zehn Prozent gesenkt worden. Bei Givaudan und Syngenta habe Merrill Lynch hingegen die Prognosen beibehalten.

Grund für die Rückstufungen ist den Angaben zufolge die Ausbreitung der Konjunkturabkühlung nach Europa und Asien. Zudem gebe es in den USA noch keine Anzeichen für einen Konjunkturumschwung, und der Monat Mai sei besonders herausfordernd gewesen. Einige Abnehmermärkte wie etwa die Elektronikbranche, die Textilindustrie, die deutsche Bauindustrie sowie die Automobilbranche zeigten sich zudem ausgesprochen schwach, wobei die Rohstoffpreise weiterhin sehr hoch lägen.

Von deutschen Werten lagen BASF am Dienstag im Handelsverlauf mit 0,98 % im Minus bei 46,34 Euro, Bayer gaben 2,14 % auf 45,72 Euro nach. Linde lagen hingegen gegen den Markttrend mit 1,01 % im Plus bei 50,84 Euro.

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