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Repower bekräftig Prognose nach schwachem ersten Halbjahr

Der Windkraftanlagen-Hersteller Repower hat nach einem schwachen ersten Halbjahr seine Prognose für 2004 bekräftigt. "Wir sind sehr zuversichtlich für unser Umsatz- und Ergebnisziel für 2004", sagte Finanzvorstand Jens-Peter Stöhr am Freitag in Hamburg der dpa-AFX. Beide Kennziffern sollen im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr zulegen.

dpa-afx HAMBURG. Der Windkraftanlagen-Hersteller Repower hat nach einem schwachen ersten Halbjahr seine Prognose für 2004 bekräftigt. "Wir sind sehr zuversichtlich für unser Umsatz- und Ergebnisziel für 2004", sagte Finanzvorstand Jens-Peter Stöhr am Freitag in Hamburg der dpa-AFX. Beide Kennziffern sollen im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr zulegen.

Im ersten Halbjahr hatte Repower wegen der Umstellung der Bilanzregeln einen deutlichen Ergebniseinbruch verbucht. "Im weiteren Jahresverlauf werden wir das ausgleichen können", sagte der Finanzvorstand. Im kommenden Jahr soll das Ergebnis im zweistelligen Prozentbereich zulegen. Der Zuwachs werde eher an der 10-Prozent-Marke als bei 20 % liegen, sagte Vorstandschef Fritz Vahrenholt. Für das erste Halbjahr 2005 rechnet er mit einem "kleinen Verlust".

Auslandsgeschäft

Profitieren will Repower vor allem vom Auslandsgeschäft, das im vergangenen Jahr noch mit einem Umsatzanteil von 3,5 % deutlich unter dem Branchenschnitt lag. "Wir werden 2004 wohl 25 % erreichen und im nächsten Jahr wird der Anteil erneut deutlich steigen", sagte Stöhr. In der ersten Jahreshälfte steuerte das Auslandsgeschäft ein Fünftel zum Gesamtumsatz von 65,73 (Vorjahr: 77,78) Mill. ? bei.

In den ersten sechs Monaten konnten die Hamburger umfangreiche Aufträge aus dem Ausland gewinnen, die in der zweiten Jahreshälfte zum Tragen kommen sollen. "Wir werden 2004 mehr als 50 Anlagen im Ausland installieren", sagte Stöhr. Die laufende Auslandsexpansion will Repower ohne einen finanzkräftigen Partner stemmen. "Wir können alleine agieren", sagte der Finanzvorstand. Sollte ein Zusammenschluss aber Vorteile für Repower und dessen Aktionäre bringen, dann sei ein solcher Schritt nicht ausgeschlossen.

Halbjahresergebnis

Im ersten Halbjahr fuhr Repower einen Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 8,83 (-2,75) Mill. ? ein. Stöhr begründete den Rückgang mit der Umstellung der Bilanzregeln, die das Ergebnis mit fünf Mill. ? belastet habe. Der Fehlbetrag erhöhte sich 5,89 (-2,03) Mill. ?.

Offen ist noch der Verbleib der 15-prozentigen Beteiligung von Unternehmensgründer Hugo Denker. Der Großaktionär hatte vor einigen Monaten seinen Repower-Anteil zum Verkauf gestellt. An dem Aktienpaket haben nach Angaben von Repower-Chef Vahrenholt mehrere mögliche Käufer Interesse angemeldet.

An der Frankfurter Börse verbuchte die Repower-Aktie nach einem schwachen Auftakt bis zum Mittag ein Plus von 0,30 % auf 17,03 ?. Ein Analyst begründete die Kursverbesserung mit dem "besser als erwartet laufenden Auslandsgeschäft".

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