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Repower verhandelt mit Investoren über Einstieg - Quartalsgewinn

Die Repower AG führt mit Investoren Gespräche über den Einstieg bei dem Hamburger Windkraftanlagen-Bauer.

dpa-afx HAMBURG. Die Repower AG führt mit Investoren Gespräche über den Einstieg bei dem Hamburger Windkraftanlagen-Bauer. "Nach der Übernahme von Bonus durch Siemens hat der eine oder andere Investor neues Interesse an Repower gezeigt", sagte Vorstandschef Fritz Vahrenholt am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Zum Verkauf steht etwa die 15-prozentige Beteiligung von Unternehmensgründer Hugo Denker. Trotz einer Ergebnisverbesserung im abgelaufenen Quartal könnte der Konzern seine eigene Prognose für 2004 verfehlen.

Zur Identität der möglichen Käufer machte Vahrenholt keine Angaben. "Neben Finanzinvestoren gibt es sowohl strategische Investoren, die sich zu Gesprächen anmelden." Siemens hatte kürzlich den dänischen Windkraftanlagen-Hersteller Bonus übernommen und damit für neue Übernahmefantasien gesorgt. Als mögliche Käufer werden von Analysten etwa General Electric und die spanische Gamesa genannt.

Prognose - Dividende

Die laufende Auslandsexpansion stimmt den Manager optimistisch für das kommende Jahr. Für dieses Jahr schloss er eine Verfehlung der Prognose allerdings nicht aus."Die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist weiterhin möglich, aber im Vergleich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Halbjahresberichtes schwieriger geworden." Umsatz und Ergebnis sollen im einstelligen Prozentbereich zulegen. Derzeit führe Repower Verhandlungen über den Verkauf von Windparks. "Es kommt nun drauf an, zu welchen Preis wir verkaufen können", sagte Vahrenholt. Vom Ausgang der Gespräche hängt auch die Zahlung einer Dividende ab. Für 2003 hatte Repower 0,60 Euro je Aktie gezahlt.

2004 bezeichnete er als "Transformationsjahr", in dem die Auslandsexpansion im Vordergrund stehe. "Wir haben es geschafft - ein Drittel unser Anlagen werden wir im Ausland aufstellen." Im kommenden Jahr werde der Anteil auf 50 Prozent steigen. Der Manager bekräftigte die Prognose für 2005. "Wir sehen ein deutliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich."

Quartalsergebnis

Im abgelaufenen Quartal kehrte Repower operative in die Gewinnzone zurück. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) belief sich auf 0,95 Mill. Euro nach einem Verlust von 0,96 Mill. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal auf 64,83 (Vorjahr: 39,91) Mill. Euro. Das Ergebnis betrug 162 000 Euro nach einem Fehlbetrag von 718 000 Euro im Vorjahr.

Die Quartalszahlen von Repower fielen nach Einschätzung der WestLB etwas besser als erwartet aus. Die eher vorsichtigen Äußerungen zum Gesamtjahr 2004 hätten unterdessen nicht überrascht, sagte Henrik Lier, Aktienanalyst bei der WestLB. An der Frankfurter Börse verlor die Aktie zuletzt 0,74 Prozent auf 14,68 Euro.

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