Republikaner finden keinen Hoffnungsträger
Präsidentschaftskandidat verzweifelt gesucht

Sie wollen es ja gerne, aber bisher hat es einfach nicht geklappt. Während bei den Demokraten mit Hillary Clinton und Barack Obama gleich zwei Anwärter Leidenschaft entfachen, reißt bei den Republikanern niemand die eigenen Wähler vom Hocker. Umso gespannter blickt das Land auf den 3. Januar. Dann wird es ernst.

HB WASHINGTON. Am 4. November wird in den USA der Nachfolger von Präsident George W. Bush gewählt. Doch schon am 3. Januar fällt im Mittleren Westen der Startschuss in dem Rennen um das Weiße Haus. Im ländlichen Iowa beginnen traditionell die Vorwahlen, bei denen entschieden wird, wen die beiden größten Parteien des Landes als Kandidat in den Wahlkampf schicken. Dann wird es ernst für die je acht Bewerber, die ihre Kriegskassen bereits mit Millionen Dollar Spendengeldern gefüllt und einen Großteil davon wieder für Wahlwerbung ausgegeben haben.

Während bei den Demokraten schon alles klar zu sein scheint, entweder Hillary Clinton oder Barack Obama das Rennen machen wird, ist bei den Republikanern alles offen. Kaum ein Funken Begeisterung über die eigenen Bewerber ist an der republikanischen Parteibasis zu spüren. In der Partei von Präsident George W. Bush herrscht Ratlosigkeit.

Umfragen bestätigen: Von Rudy Giuliani über Mitt Romney und Mike Huckabee bis hin zu John McCain wird keiner der vier führenden konservativen Bewerber auch nur von der Hälfte des Parteivolks positiv eingeschätzt. Im Sog der Unpopularität von Bush, gebeutelt vom Irak-Krieg und der verheerenden Schlappe bei der vergangenen Kongresswahl, müde und ohne Orientierung, sucht die „Grand Old Party“ einen neuen Hoffnungsträger - und hat ihn bisher noch nicht gefunden.

Auf nationaler Ebene führt den Auguren zufolge der New Yorker Exbürgermeister Giuliani, aber mit sinkender Tendenz. In Iowa bei der ersten Kandidatenkür am 3. Januar dürfte laut Umfragen jedoch der frühere Gouverneur von Arkansas und Baptistenprediger Huckabee die Nase vorn haben. Bei der ersten Vorwahl am 8. Januar in New Hampshire gilt dagegen Romney, der einstige Gouverneur von Massachusetts, als Favorit. Der nach schlappen Wahlkampfspenden-Einkünften schon fast tot gesagte McCain, Senator aus Arizona, scheint laut Umfragen auf einer Comeback-Tour.

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