Republikaner leiten Untersuchung ein
Hacker knacken Palins E-Mail-Postfach

Sarah Palin sorgt wieder für Trubel. Offenbar ist ihr E-Mail-Postfach von Hackern geknackt worden. Eine Website jedenfalls zeigt Bilder von angeblichen Mitteilungen der Vizepräsidentschaftskandidatin an andere ranghohe Politiker sowie Bilder ihrer Familie. Der republikanische Wahlkampfmanager tobt. Das FBI ist bereits eingeschaltet worden.

DÜSSELDORF. Schon wieder bringt Sarah Palin die Republikaner in ein heikle Lage. Offenbar haben Hacker das Yahoo-E-Mail-Konto der Gouverneurin von Alaska und republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin ausspioniert.Private Familienbilder, aber auch vertrauliche politische Mitteilungen wie ein Musterbrief an den kalifiornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger, werden auf den Websites WikiLeaks und gawker.com zur Schau gestellt.

"Das ist ein schockierender Angriff auf die Privatsspähre", zitiert CNN.com den republikanischen Wahlkampfmanager Rick Davis. Die Behörden seien informiert. "Wir hoffen, dass alle, die in Besitz der E-Mail-Kopien seien, diese umgehend löschen", so Davis weiter.

Der FBI-Sprecher in Anchorage, Eric Gonzalez, bestätigte, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde. "Wir wissen von den Beschuldigungen und arbeiten gemeinsam mit dem Geheimdienst an einer Aufklärung des Falls."

Wikileaks verteidigte die Veröffentlichung mit der Kritik an Plain, sie habe ihr privates E-Mail-Konto für offizielle Regierungsschreiben missbraucht. Palin habe damit Transparenz-Gesetze verletzt, heißt es auf der Website.

Das Versenden geschäftlicher E-Mails über private Konten war in den USA schon öfter Thema für heiße Debatten. Erst im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass auch Mitarbeiter des Weißen Hauses auf diese Art und Weise über Regierungsangelegenheiten kommunziert hatten. Einige Berater von George W. Bush, darunter der frühere Politikstratege Karl Rove, waren dabei erwischt worden, wie sie über Privatmails die umstrittene Entlassung von Bundesanwälten diskutierten.

Spekuliert wird auch, dass die Hacker-Attacke im Zusammenhang mit Plains Entscheidung steht, den Beauftragten für die öffentliche Sicherheit, Walt Monegan, zu entlassen. Monegan hatte sich geweigert, einen Polizisten zu feuern, der sich von Palins Schwester scheiden ließ.

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