Republikanische Präsidentschaftskandidaten
Romney unterstützt McCain

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hat einen entscheidenden Unterstützer gewonnen: Der konservative Mitt Romney stellte sich eine Woche nach seinem Rückzug aus dem Rennen hinter den 71-Jährigen. Damit gleicht er eine Schwachstelle des Favoriten aus.

HB BOSTON/WASHINGTON. Romney ist der Mann des rechten Flügels der Partei, der sich mit dem als liberal geltenden McCain schwer tut. Bei den Demokraten holte Hillary Clinton in New Mexico einen bitternötigen Sieg über ihren schärfsten Rivalen Barack Obama.

Nach einem streckenweise aggressiven Wahlkampf gegen einander traten McCain und Romney am Donnerstag gemeinsam in Boston vor die Öffentlichkeit und fanden versöhnliche Worte, die sich vor allem an die Parteirechte richteten: „Selbst als das Rennen knapp und unsere Differenzen deutlich waren, war das Format dieses Mannes offensichtlich“, sagte der 61-jährige Romney über seinen ehemaligen Gegner. „Dieser Mann hat die Fähigkeit, unser Land in gefährlichen Zeiten zu führen.“ McCain beteuerte: „Wir hatten Meinungsverschiedenheiten, aber es konnte keinen Zweifel an unserer gemeinsamen Philosophie und den gemeinsamen Prinzipien geben.“

Romney hat in den Vorwahlen 282 Delegierte gewonnen, mit deren Hilfe McCain fast schon die Mehrheit von 1191 Stimmen erreichen würde, um vom Parteitag ins Rennen um die Nachfolge von George W. Bush geschickt zu werden. Romneys Delegierte sind jedoch frei in ihrer Entscheidung, ob sie sich den 822 Wahlmännern des Senators aus Arizona anschließen oder dem Baptistenprediger Mike Huckabee, der derzeit auf 243 Delegierte kommt. Die Rechte lehnt McCains moderate Ansichten beim Thema Einwanderung ab und ärgert sich darüber, dass er Bushs Steuerkürzungen ursprünglich ablehnte. Für einen Sieg am 4. November sind ihre Stimmen aber entscheidend.

Während sich bei den Republikanern die Reihen langsam schließen, hält Clinton das Rennen bei den Demokraten offen: Der Punktsieg in New Mexico bremste Obamas Erfolgswelle seit dem „Super Tuesday“ in der vergangenen Woche und brachte der Senatorin aus New York 14 der 26 Delegiertenstimmen des südwestlichen Bundesstaats.

Das änderte zwar nichts an der knappen Führung des schwarzen Kandidaten Obama, schien Clinton aber in ihrer Strategie zu bestätigen, ihn als unerfahren und ohne konkrete Konzepte zu kritisieren: „Mein Gegner hält Reden, ich biete Lösungen an“, sagte sie. „Das ist der Unterschied.“ New Mexiko hatte ebenfalls am 5. Februar gewählt. Das Ergebnis fiel jedoch so knapp aus, dass die Auszählung neun Tage auf sich warten ließ.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%