Respekt eingefordert: Polen weist Chirac-Vorwürfe zurück

Respekt eingefordert
Polen weist Chirac-Vorwürfe zurück

Der stellvertretende polnische Außenminister Adam Rotfeld hat am Dienstag die Vorwürfe des französischen Präsidenten Jacques Chirac an der Unterstützung Polens für den Kurs der USA im Irak-Konflikt zurückgewiesen.

HB/dpa WARSCHAU. Polen habe wie Frankreich das Recht auf eine eigene Politik und Interessenverfolgung, sagte er am Dienstag im polnischen Rundfunk. Diese Haltung solle mit Respekt behandelt werden. Außenminister Wlodzimierz Cimoszewicz werde am Dienstag in Brüssel zu den Vorwürfen Chiracs auf dem Gipfel der EU zur Irak-Krise Stellung beziehen.

Chirac hatte den offenen Brief von zehn EU-Beitrittskandidaten scharf kritisiert, in dem die Regierungschefs der ost- und mitteleuropäischen Länder sich hinter den harten Kurs von US-Präsident George W. Bush stellten.

Vertreter der polnischen Regierung waren am Montag nicht zu den Gesprächen in Brüssel eingeladen. Cimoszewicz wollte während eines Treffens mit Journalisten am Montag nicht kommentieren, ob dies eine "Abstrafung" sei, betonte aber, es wäre besser gewesen, wenn Polen und andere Kandidatenstaaten "auf partnerschaftlicher Grundlage" an der Diskussion hätten teilnehmen können.

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