Restliche Thyssengas-Anteile übernommen
RWE stärkt eigene Gassparte

Der Energiekonzern RWE hat die noch nicht in seinem Besitz befindlichen Anteile an der Tochter Thyssengas vom Ölkonzern Shell übernommen und will dadurch seine Wettbewerbsposition in Deutschland und Europa stärken.

Reuters ESSEN. RWE habe den Shell-Anteil von 25 % rückwirkend zum 1. Januar 2003 übernommen, teilte RWE am Donnerstag in Essen mit. Ein Preis wurde nicht genannt. RWE hat den Duisburger Gashändler Thyssengas bereits seit über einem Jahr konsolidiert. Thyssengas ist im Konzern der Sparte RWE Gas zugeordnet. Von der vollständigen Integration der Thyssengas verspreche man sich substanzielle Synergien, hieß es.

Der nunmehr vollständige Zugriff auf die Gasbeschaffungswege der Thyssengas stärke RWE als Komplettanbieter von Gas vom Import über die Ferngaswege bis zum Endkunden, hieß es weiter. Nach den Worten von RWE-Gas-Chef Manfred Scholle ist die Gasbeschaffung für den Wettbewerb der nächsten Jahre von zentraler Bedeutung. Durch die vollständige Übernahme der Thyssengas hätten sich die Spielräume für RWE entscheidend verbessert.

RWE befindet sich nach einer Einkaufstour im vergangenen Jahr derzeit in einer Phase der Integration und des Konzernumbaus. Erklärtes Ziel des neuen Vorstandschefs Harry Roels ist eine Straffung der Konzernstrukturen. In der Vergangenheit war in der Branche immer wieder von Streit zwischen den Gesellschaftern der Thyssengas über den Kurs des Unternehmens die Rede gewesen.

Thyssengas importiert sein Gas überwiegend aus den Niederlanden und zunehmend auch aus Norwegen. RWE ist im Gasgeschäft mit Beteiligungen in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Polen vertreten. Durch zahlreiche Stadtwerkebeteiligungen in Deutschland erreichen die Essener auch Mill. Endkunden.

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