Restrukturierung gescheitert
Schneider Technologies beantragt Insolvenz

Der Hersteller von Unterhaltungselektronik Schneider Technologies wird nach dem Scheitern der geplanten Restrukturierung zahlungsunfähig.

Reuters TÜRKHEIM. Anfang kommender Woche werde das Unternehmen einen Insolvenzantrag stellen, teilte Schneider am Freitagabend in einer Pflichtveröffentlichung mit. Die Finanzierung für die Restrukturierung und die dabei auflaufenden Verluste habe nicht sicher gestellt werden können, hieß es. Die Gesellschaften der Gruppe würden daher zu Beginn der kommenden Woche Insolvenz beantragen. Schneider beschäftigt früheren Angaben zufolge rund 700 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2000 einen Konzernumsatz von 440 Millionen Mark (224,9 Mio Euro).

Im Dezember hatte das Unternehmen mitgeteilt, für 2001 statt des angekündigten Gewinns einen deutlich höheren Verlust vor Steuern und Zinsen zu erwarten als die minus 3,5 Millionen Mark (1,78 Millionen Euro) im Jahr davor. Damals hieß es, nach dem Ausscheiden des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden hätten sich bei einer Bestandsaufnahme neue Einschätzungen und Bewertungen ergeben. Das Ergebnis der Schneider-Gruppe werde zudem durch die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland und Europa belastet.

Auf Grund von Differenzen beim Konzernumbau war der ehemalige Vorstandschef Benedikt Niemeyer im Oktober zurückgetreten. Der Aufsichtsrat hatte zuvor eine Verlagerung von Kompetenzen auf die operativ tätigen Töchter Schneider Laser Technologies und Schneider Electronic und eine Verkleinerung des Vorstands der Holding beschlossen. Die amtlich gehandelte Schneider-Aktie fiel bis zum Börsenschluss am Freitag um mehr als zwei Prozent auf 2,65 Euro. Sein Zwölf-Monats-Hoch hatte das Papier vor rund einem Jahr bei 42 Euro markiert.

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