Restrukturierung schreitet voran
IBM droht erster Quartalsverlust seit Jahren

Das zweite Quartal der International Business Machines Corp (IBM) stand ganz im Zeichen der Restrukturierung. Nach Ansicht von IBM-Vertretern könnten Kostensenkungen und Verkäufe von Vermögenswerten mit Aufwendungen von 2,0 Milliarden bis 2,5 Milliarden Dollar im Berichtszeitraum zu Buche schlagen.

vwd ARMONK. Das könnte dazu führen, dass "Big Blue" heute erstmals seit acht Jahren einen Quartalsverlust ausweist, meinen Beobachter. Jay P. Stevens von Buckingham Research verwies jedoch darauf, dass es sich in diesem Fall voraussichtlich jedoch um nicht-operative Verluste handele.

Seiner Meinung nach werden sich die Experten darauf konzentrieren, ob das Zweitquartalsergebnis vor Sonderposten die Konsensprognose treffen wird. Analysten prognsotizieren im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 0,83 Dollar je Aktie. Im zweiten Quartal 2001 hatte IBM einen Nettogewinn von zwei Milliarden Dollar bzw 1,15 Dollar je Anteilsschein erzielt. Ein weiterer wichtiger Punkt dürfte sein, wie IBM das Vertrauen der Anleger künftig sichern will. An den Börsen kursierten vor kurzem Meldungen, dass sich Finanzexperten Gedanken über die Glaubwürdigkeit von mehreren Unternehmensbilanzen, darunter der von IBM, gemacht hätten.

Die Restrukturierung schreitet zugleich unübersehbar voran. Anfang Juni hatte IBM den Verkauf der Festplattensparte an die Hitachi Ltd, Tokio, für 2,05 Milliarden Dollar bekannt gegeben. Vier Wochen später begründete der Technologiekonzern die Dringlichkeit dieses Schrittes: In den vergangenen fünf Quartalen hatte die Sparte mehr als 500 Millionen Dollar Verlust ausgewiesen. Ein besonderes Augenmerk dürften die Beobachter auch auf die Entwicklung des Halbleitergeschäfts legen, das traditionell hohe Fixkosten besitzt. IBM hatte bereits die Entlassung von 1500 der dort tätigen 20 000 Mitarbeiter angekündigt.

Nach Einschätzung von CFO John Joyce wird sich der Restrukturierungsprozess erst in der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr positiv bemerkbar machen. Eine Prognose für das Gesamtjahr wollte Joyce auf einer Analystenkonferenz im Juni nicht abgeben. Die erfordere eine "zu große Präzision".

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