Restrukturierung zeigt Erfolg
Drägerwerke macht wieder Gewinn

Der Spezialist für Medizin- und Sicherheitstechnik Drägerwerk AG erntet im laufenden Jahr die Früchte seiner Restrukturierung. Das operative Ergebnis schnellte in den ersten neun Monaten empor.

Reuters HAMBURG. Zugleich schaffte das im MDax notierte Unternehmen unter dem Strich die Rückkehr in die Gewinnzone. Wie das Lübecker Unternehmen am Dienstag mitteilte, legte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 41,6 Millionen Euro von 16,2 Millionen im Vorjahreszeitraum zu.

Getragen wurde dies von einem einen fast zehnprozentigen Umsatzanstieg auf 909 Millionen Euro und einem zugleich geringen Anstieg der Kosten. Dies führte zu einem Jahresüberschuss von 12,1 Millionen Euro, nachdem vor Jahresfrist noch ein Verlust von sieben Millionen Euro ausgewiesen worden war. Für das Gesamtjahr werde ein prozentual zweistelliger Ergebniszuwachs erwartet, hieß es. Der Umsatz solle um bis zu sechs Prozent wachsen.

Im größten Geschäftsbereich Medizintechnik steigerte Drägerwerk den Umsatz um 5,1 Prozent auf 553 Millionen Euro. Das Ebit wurde den Angaben zufolge zum Vorjahreszeitraum auf 31,1 Millionen Euro nahezu verdreifacht. Angetrieben worden sei das Wachstum vor allem durch das internationale Geschäft, vor allem in den USA. Dort habe sich der Umsatz um 26,5 Prozent erhöht, hieß es im Zwischenbericht. Auch in Asien - dort besonders in China - sei das Geschäft überproportional gewachsen. Über 80 Prozent des Umsatzes an Medizingeräten werde mittlerweile außerhalb Deutschland erzielt.

Im Bereich Sicherheitstechnik erhöhte sich der Umsatz den Angaben zufolge um 18,9 Prozent auf 344 Millionen Euro, während das Ebit sogar um 61 Prozent auf 30,7 Millionen Euro zulegte. Dagegen habe der kleinste Geschäftsbereich Aerospace wegen der anhaltenden Unsicherheit in der Luftfahrtindustrie einen leichten Umsatzrückgang auf 18 Millionen Euro von 18,9 Millionen Euro verbucht. Gleichzeitig erhöhte sich der Verlust vor Steuern und Zinsen in diesem Geschäftsfeld auf 2,3 Millionen Euro von 0,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei hätten Ausgaben für neue Projekte zu Buche geschlagen, hieß es.

Die im MDax notierte Drägerwerk-Aktie gewann bis zum Mittag gegen den leichteren Markttrend fast drei Prozent auf 16,80 Euro.

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