Restrukturierungsplan vorgelegt
Fujitsu streicht 16 400 Stellen

Der japanische Siemens-Partner streicht gruppenweit 16 400 Stellen. Wie der Computer- und Elektronikkonzern am Montag mitteilte, sollen von den weltweit derzeit rund 180 000 Arbeitsplätzen 21 100 Stellen verlegt oder gestrichen werden.

dpa-afx TOKIO. In Japan sollen dabei 5 000 Stellen wegfallen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Fujitsu leidet unter dem weltweit schwachen Markt für Speicherchips und hatte kürzlich für das laufende Geschäftsjahr einen Verlust in Aussicht gestellt.

Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun" bereits am Samstag berichtete, soll im Zuge eines umfangreichen Restrukturierungsplans die gesamte ausländische Fertigung von Halbleiter- und Datenspeicherprodukte für Personal Computers (PC) gestoppt werden.

Der Umstrukturierungsplan von Fujitsu, der offiziell am Montag vorgestellt werden soll, sehe dem Zeitungsbericht zufolge zudem die Zusammenlegung von Produktionsstätten für Computer- und Telekommunikationsprodukte in Japan sowie im Ausland vor. Der Konzern wolle sich künftig verstärkt auf die Geschäftsfelder Software und Dienstleistungen konzentrieren, statt bisher auf den Hardware-Bereich, hieß es.

Vor allem Nordamerika und Asien von Entlassungen betroffen

Von den Entlassungen werden laut "Nihon Keizai Shimbun" vor allem die Standorte in Nordamerika und Asien betroffen sein. In Japan selbst sollen hingegen durch natürlichen Abgang und Frühruhestandsreglungen rund 3 000 Stellen eingespart werden.

Im Geschäftsfeld Halbleiter führe Fujitsu bereits Gespräche mit dem US-Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) über den Verkauf der Speicherchipfabrik in Oregon. Zudem sollen Produktionslinien in Japan zusammengefasst werden, schreibt die Zeitung.

Des weiteren soll die Entwicklung von Festplatten für PC eingestellt und die dazugehörigen Fabriken in Thailand und den Philippinen geschlossen werden. In vier inländischen Werken soll die Produktion ebenfalls umorientiert werden. Im Geschäftsfeld Telekommunikation beabsichtige Fujitsu aus der Produktion von Netzwerkschaltern auszusteigen und sich stattdessen auf Glasfaserprodukte zu konzentrieren, berichtet das Blatt.

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