Restrukturierungsplan vorgelegt
NTT erwartet hohe Verluste

Die Nippon Telegraph & Telephone Corp. (NTT) erwartet für das zum 31. März beendete Geschäftsjahr 2001/02 einen konsolidierten Verlust von 865 Milliarden Yen.

vwd TOKIO. Nach Meinung von Marktbeobachtern würde es sich um den höchsten Verlust handeln, den ein Nicht-Finanzunternehmen in Japan jemals ausgewiesen hat. Am Freitag legte der ehemals staatlich geführte Telekommunikationskonzern deshalb einen Restrukturierungsplan für die kommenden drei Jahre vor. Demnach will NTT in diesem Zeitraum ihre Investitionen auf 2,2 Billionen Yen zusammenstreichen, die zinstragenden Verbindlichkeiten sollen bis März 2005 auf 6,4 Billionen Yen sinken.

Der konsolidierte Betriebsgewinn soll innerhalb der kommenden drei Jahre auf 1,5 Billionen Yen hochgeschraubt werden, der Umsatz der Gruppe auf 12,6 Billionen Yen klettern. Die Belegschaft wird NTT den neuesten Plänen zufolge um 17.000 Personen auf ungefähr 199.000 Angestellte verringern. Bis 2005 will der Telekommunikationskonzern die Ebitda-Marge auf 32 Prozent steigern, der freie Cash-Flow soll am Ende der Restrukturierungsphase 990 Milliarden Yen betragen.

Die Einnahmenseite beabsichtigt NTT durch den Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörigen Vermögenswerten aufzubessern. Tochtergesellschaften, die eine gute Bilanz vorzuweisen haben, sollen an die Börse gehen. Darüber hinaus machte NTT publik, sie plane erstmals in ihrer Geschichte einen Aktienrückkauf. Auch die Gewichtung ihrer Geschäftsfelder möchte NTT ändern. Das defizitäre Festnetzgeschäft soll zugunsten eines Ausbaus von Internet-Kommunikationsnetzen zurückgedrängt werden.

Darüber hinaus will NTT in andere Geschäftsfelder als die Telekommunikation vordringen. Der Konzern kündigte an, er interessiere sich für einen Eintritt in den Energiemarkt. Beobachter werteten diese Ankündigung als einen Beweis für die Tatsache, dass NTT mit ihrem Dreijahresplan Vorgaben der Regierung erfüllt habe. Denn diese befürchte eine Einschränkung des Wettbewerbs im Telekommunikationssektor, weil NTT auf Grund ihrer schlechten Finanzlage von konkurrierenden Anbietern zu hohe Gebühren für die Durchleitung fordere.

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