Restrukturierungsprogramm macht Fortschritte
Zurich steigert Quartalsgewinn

Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services hat im ersten Quartal 2003 einen Gewinn von 114 (Vorjahresperiode sechs) Mill. Dollar erzielt. Der von Zurich als massgeblich erachtete operative Geschäftsgewinn, der das Anlageergebnis und aussergewöhnliche Einflüsse ausklammert, stieg auf 785 (391) Mill. Dollar, teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit.

Reuters ZURICH. Zurich-Konzernchef James Schiro begrüsste das Quartalsergebnis, "weil es zeigt, dass unser Restrukturierungsprogramm Fortschritte macht," wie er in der Medienmitteilung zitiert wurde. Mit einem Ergebnisausblick für das laufende Jahr hielt sich Schiro wie bereits in der Vergangenheit zurück. Er bleibe wegen der unsicheren Finanzmärkte betreffend eines Ausblicks für 2003 vorsichtig, sagte er bei einer Telefonkonferenz.

Zurich publizierte zum ersten mal ein Quartalsergebnis. Die Prognosen der von Reuters befragten Analysten für das Nettoergebnis hatten von einem "signifikanten Verlust" bis zu einem Gewinn von 350 Mill. Dollar gereicht. Die Schätzungen für den operativen Geschäftsgewinn hatten weit zwischen 130 und 754 Mill. Dollar geschwankt.

Zurich steigerte den Angaben zufolge in den ersten drei Monaten die Bruttoprämien, Policengebühren und Beiträge mit Anlagecharakter um 23 % auf 15,5 Mrd. Dollar. Im Nichtleben-Bereich betrug das Wachstum 32 % auf 9,8 Mrd. Dollar. Die Combined Ratio, das Verhältnis von Kosten und Schadenaufwand zu Prämien, verbesserte sich auf 98,2 (104,1) Prozent. Im Leben-Geschäft resultierte ein Anstieg von 17 % auf 5,6 Mrd. Dollar. Im Geschäftsbereich Farmers Management Services erhöhten sich die Einnahmen um sieben Prozent auf 468 Mill. Dollar.

Die Anlageerträge litten im ersten Quartal unter den anhaltend schwachen Finanzmärkten, hiess es. Die Nettokapitalerträge sowie realisierten und nicht realisierten Gewinne sanken um 63 % auf 467 Mill. Dollar. Das konsolidierte Eigenkapital belief sich Ende März auf 16,4 Mrd. Dollar nach 16,8 Mrd. Dollar zu Jahresende 2002.

Weiter gab Zurich den Verkauf eines Teils des niederländischen Geschäfts an SNS Reaal Groep NV bekannt. Abgegeben werden demnach das Leben-Geschäft und das Segment Privatkunden und Firmenkunden im Nichtleben-Bereich. Zurich erzielte 2002 in den Niederlanden Bruttoprämieneinnahmen und Policengebühren von 211,5 Mill. ?. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Beseitigung von Altlasten in Milliardenhöhe hatte Zurich 2002 einen Reinverlust von 3,43 Mrd. Dollar oder gut 4,6 Mrd. Franken beschert. Der operative Geschäftsgewinn war auf 1,12 Mrd. Dollar gestiegen. Zurich hatte nach einer letztlich missglückten Expansionsstrategie im vergangenen September die Konzentration auf das Versicherungsgeschäft angekündigt. Nicht-Kerngeschäfte sollen verkauft werden und Erlöse von rund einer Milliarde Dollar bringen. Weltweit sollen 4500 Stellen abgebaut werden, von über 76 000 im September.

Die Zurich-Aktien machten seit der Ankündigung des Restrukturierungsprogramms markant Boden gut. In diesem Jahr liegen die Titel rund sechs Prozent im Plus, nachdem sie 2002 gut 50 % verloren hatten.

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