Restrukturierungsprogramm noch nicht eskompiert
Commerzbank für Sal. Oppenheim trotz Verlustwarnung ein "Outperformer"

Die Privatbank Sal. Oppenheim hat die Aktien der Commerzbank trotz einer aktuellen Warnung von Vorstandschef Klaus-Peter Müller vor möglichen Verlusten im laufenden Geschäftsjahr auf "Outperformer" belassen.

dpa-afx FRANKFURT/M. Analyst Thomas Rothäusler ging am Montag davon aus, dass das Restrukturierungsprogramm der Commerzbank bisher noch nicht in den Aktienkurs eingepreist sei. "Und wir sehen daher kurzfristig ganz gute Chancen, um hier eine Outperformance zu erzielen", sagte der Fachmann. Laut der hauseigenen Definition von Sal. Oppenheim bedeutet das eine erwartete Entwicklung von 11 bis 17 Prozent.

Für Rothäusler kommt die Warnung von Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller vor möglichen Verlusten "nicht sehr überraschend". "Ob es jetzt ein kleines Minus oder kleines Plus wird, ist eigentlich egal. Dieses Jahr ist eh abgeschrieben," sagte der Analyst.

Vorstandschef Müller hatte sich in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" (Montagsausgabe) geäußert. "Ich kann einen Verlust zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen, dafür ist das gesamte Umfeld zu unklar", sagte er.

Analyst Rothäusler rät nun den Aktionären der Commerzbank, sich auf das nächste Jahr zu konzentrieren. Da habe die Commerzbank ein ordentliches Restrukturierungsprogramm angekündigt. Die viertgrößte deutsche Bank hat nach Angaben des Experten derzeit ein Kostenproblem. "Aber mit dem Restrukturierungsprogramm haben sie das Problem angepackt", sagte er, und im kommenden Jahr soll "die Kostenbasis um acht bis zehn Prozent gesenkt werden.

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