Restrukturierungsprogramm soll Mitsubishi rasch in Gewinnzone zurückbringen
Mitsubishi: Höchster Verlust der Unternehmensgeschichte

Der japanische Daimler-Chrysler-Partner Mitsubishi Motors wird im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust von rund 4,8 Mrd. DM ausweisen. Damit wird der Fehlbetrag doppelt so hoch wie geplant ausfallen.

rtr TOKIO. Ursache seien kostenintensive Rückrufe und Kosten für die geplante Sanierung des Unternehmens, teilte der viertgrößte japanische Autohersteller am Mittwoch in Tokio mit. Insgesamt werde in dem Ende März auslaufenden Geschäftsjahr der Verlust 270 Mrd. Yen nach 23,3 Mrd. Yen im Vorjahr betragen, hieß es. Damit wird der Verlust so hoch liegen wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte.

Daimler-Chrysler hatte sich im vergangenen Jahr mit 34 % an Mitsubishi Motors beteiligt. Für Rückrufe und Restrukturierungen werde Mitsubishi Motors Rückstellungen von 128,5 Mrd. Yen bilden, hieß es weiter. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen rund eine Million Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen, nachdem zuvor über Jahrzehnte hinweg mögliche Defekte an den Fahrzeugen verheimlicht worden waren.

Von dem Restrukturierungsprogramm, das ab April greifen soll, verspricht sich Mitsubishi die rasche Rückkehr in die Gewinnzone. Unter anderem will Mitsubishi die Materialkosten um 15 % senken, die Zahl der Fahrzeug-Plattformen halbieren und 20 % der Produktionskapazität abbauen. Die Zahl der Mitarbeiter soll bis 2003 um 9 500 auf 65 000 sinken. Um die schwierige Finanzlage in den Griff zu bekommen, sei zudem eine Kreditlinie von 150 Mrd. Yen mit einem Bankenkonsortium unter Führung der Bank-of-Tokyo-Mitsubishi vereinbart worden, hieß es weiter.

Daimler-Chrysler hatte bereits im Februar angekündigt, für die Sanierungsaufwendungen bei Mitsubishi in der eigenen Bilanz für 2001 einen Einmalaufwand von 400 Mill. Euro zu berücksichtigen.

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