Rettung geplant
Deutschem Forschungsschiff geht Proviant aus

Die Besatzung des in der Antarktis festsitzenden deutschen Versorgungsschiffs "Magdalena Oldendorff" hat die Lebensmittel an Bord rationiert.

Reuters JOHANNESBURG. Die mehr als 100 Menschen an Bord hätten Lebensmittel für etwas mehr als drei Wochen, die rationiert würden, sagte Gerald Hagemann am Mittwoch in Kapstadt. Der Logistik-Experte ist einer der Koordinatoren des Rettungseinsatzes, zu dem das südafrikanische Forschungsschiff "Agulhas" am Sonntagabend von Kapstadt in Richtung Antarktis aufgebrochen war. Schwere See und starker Wind hinderten allerdings das Fortkommen der "Agulhas".

Die "Magdalena Oldendorff" sitzt rund 4 100 Kilometer südwestlich von Kapstadt im Packeis fest. An Bord sind 79 russische Wissenschaftler und 28 Besatzungsmitglieder. Nach Angaben der Reederei hat die staatliche russische Forschungsagentur das Schiff zu Versorgung der russischen Stationen im Südpolargebiet gechartert.

Die Heizung sei kein Problem, der Treibstoff an Bord reiche für etwa zwei Monate, sagte Hagemann. Wenn das Trinkwasser knapp werden sollte, könne die Besatzung Eis schmelzen. Nach Einschätzung der Retter wird die "Agulhas" binnen einer Woche das Packeis erreichen. Dann muss sie ein mehrere hundert Kilometer langes Eisfeld durchqueren, um zur "Magdalena Oldendorff" zu gelangen. Ein argentinischer Eisbrecher soll der "Agulhas" dabei den Weg bahnen. Es wurde jedoch erwartet, dass der Eisbrecher erst Mittwoch oder Donnerstag in Buenos Aires ablegt und eine Woche später eintrifft.

Die "Agulhas" hat zwei Militärhubschrauber vom Typ Oryx an Bord. In ihnen soll ein russischer Experte eine Fahrtrinne durchs Eis erkunden. Für den Fall, dass die Retter nicht zur "Magdalena Oldendorff" gelangen können, sollen die Hubschraubern neue Vorräte liefern und das nicht benötigte Personal ausfliegen. Die Hubschrauber haben Hagemann zufolge eine Reichweite von rund 300 Kilometern.

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