Rettungswege waren versperrt: 21 Schüler bei Feuer verbrannt

Rettungswege waren versperrt
21 Schüler bei Feuer verbrannt

21 Schüler sowie ein Lehrer sind am Montag bei einem Feuer in einer sibirischen Dorfschule verbrannt. Die Flammen hatten sich in Sekundenschnelle über das gesamte zweistöckige Holzgebäude in der Teilrepublik Jakutien ausgebreitet, wie die örtlichen Zivilschutzbehörden mitteilten. Sieben weitere Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden.

HB/dpa MOSKAU. Präsident Wladimir Putin sprach in Moskau von einem "schweren Unglück". Zwölf weitere Opfer wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Das Feuer brach vermutlich nach einem Kurzschluss in einem Umkleideraum der Turnhalle während der ersten Unterrichtsstunden aus. Viele Schüler retteten sich mit Sprüngen aus dem oberen Geschoss und zogen sich dabei Knochenbrüche zu. Als die Feuerwehr aus einer 30 Kilometer entfernten Kreisstadt eintraf, war für die noch Eingeschlossenen bereits jede Hilfe zu spät.

Die getöteten Kinder waren Schüler der Klassen 5 bis 11. Insgesamt hielten sich zum Unglückszeitpunkt 128 Menschen in der Schule auf. Das 1927 errichtete Gebäude im Landkreis Wiljusk, etwa 6000 Kilometer östlich von Moskau, ist aus Holz. Außerdem waren die Fenster im Erdgeschoss und der ersten Etage vergittert. Dies ist in Russland häufig, da Einbrecher in Schulgebäude befürchtet werden. Versperrte Fenster und Türen waren bereits vor einigen Jahren 17 Berufsschülern bei einem Feuer ebenfalls in Jakutien zum Verhängnis geworfen.

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