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Rewe will bei LTU einsteigen.

Unternehmenssprecher der drei Gesellschaten bestätigten am Montag entsprechende Gespräche. "Wir führen Gespräche mit der schweizerischen SAir-Gruppe und werden dazu Stellung nehmen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist", sagte Rewe-Sprecher Wolfram Schmuck am Montagnachmittag. Schmuck wollte allerdings eine Meldung des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" nicht kommentieren, wonach noch am Montag der Rewe-Aufsichtsrat über einen Kauf der Anteile beraten wolle.

Reuters DÜSSELDORF. Die Nachticht, dass die Kölner Einzelhandelsgruppe Rewe beim Touristikkonzern LTU einsteigen und den 49,9-prozentigen Anteil der schweizerischen SAirGroup an dem Düsseldorfer Ferienflieger erwerben will, löste einen Kursanstieg aus:

Die Aktien der SAir-Grupp legten an der Schweizer Börse um 3,3 Prozent auf 296 Franken zu. Sollte Rewe die LTU-Anteile der SAir übernehmen, entstünde der drittgrößte Reisekonzern in Deutschland nach der TUI-Gruppe der Preussag AG und der C&N Touristik AG

Nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" soll noch am Montag der Aufsichtsrat der Rewe-Gruppe tagen, um über den Einstieg bei der LTU zu entscheiden. Ein LTU-Sprecher bestätigte, dass sich die Gespräche im Endstadium befänden. Am Sonntag hatte bereits ein Sprecher der SAirGroup gesagt, die Gespräche stünden kurz vor dem Abschluss. "Das einzige, was ich ihnen hierzu sagen kann, ist, dass wir uns in abschließenden Gesprächen mit Rewe befinden und wir davon ausgegehen, ihnen sobald wie möglich etwas darüber berichten zu können", sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Näheres könne er gegen Ende des Monats mitteilen.

Der LTU-Sprecher fügte hinzu, mit einer Entscheidung sei am Montag nicht zu rechnen. Das Land Nordrhein-Westfalen habe zudem dem Konzern die Option für eine Bürgschaft in Höhe von 200 Millionen Mark eingeräumt, sagte der LTU-Sprecher weiter. Die Gewährung der Bürgschaft sei aber an die Umsetzung des im Frühjahr beschlossenen Sparkonzepts geknüpft. Das Konzept sieht nach Angaben der LTU Kosteneinsparungen in Höhe von 320 Millionen Mark bis zum Jahresende 2003 vor. Schon jetzt seien 40 Millionen Mark der für das laufende Geschäftsjahr geplanten Sparmaßnahmen in Höhe von 60 Millionen DM realisiert, sagte der Sprecher. Darüber hinaus hatte der Reisekonzern angekündigt, mindestens 700 von 5200 Arbeitsplätzen abzubauen und seine Flotte umzurüsten.

Der Verluste schreibende Touristikveranstalter LTU ist das viertgrößte Reiseunternehmen in Deutschland nach der TUI Group der Preussag AG, der C&N Touristik und ITS/Dertour des Rewe-Konzerns.

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