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Rexrodt als FDP-Spitzenkandidat in Berlin nominiert

Die Berliner FDP will mit ihrem Landesvorsitzenden, dem früheren Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt, als Spitzenkandidat in die Neuwahl des Berliner Abgeordnetenhauses im Herbst gehen. Das FDP-Landespräsidium sprach sich am Montag einstimmig für Rexrodt aus.

Reuters BERLIN. Rexrodt solle die FDP in das Abgeordnetenhaus zurückführen, sagte der Bundesvorsitzende Guido Westerwelle bei der Eröffnung des Kampagnen-Büros in Berlin. "Wir wollen, dass die FDP so stark wird, dass sie mit einer der beiden großen Parteien regieren wird." Rexrodt sei das Kontrastprogramm zum PDS-Spitzenkandidaten Gregor Gysi. Rexrodt stehe für soziale Marktwirtschaft, die PDS dagegen für Planwirtschaft.

Zugleich zeigte sich Westerwelle zuversichtlich, dass die FDP mit ihrem neuen Projekt 18, mit dem sie bei der Bundestagswahl 18 % der Stimmen anpeilt, in Berlin bereits auf gutem Wege ist. "Wir reichen fast an 18 % in Berlin", sagte Westerwelle. Über Rexrodt sagte er: "Wir wollen ein politisches Schwergewicht mit ökonomischer Kompetenz anbieten." In Meinungsumfragen vor dem Machtwechsel am Wochenende lag die FDP bei sieben Prozent.

Der genaue Wahltermin in Berlin steht noch nicht fest. Erwartet wird, dass das Abgeordnetenhaus im September oder Oktober neu gewählt wird. Eine Mehrheit aus SPD, Grünen und PDS hatte am Wochenende den langjährigen Berliner Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) gestürzt und Klaus Wowereit (SPD) zu seinem Nachfolger an die Spitze eines rot-grünen Minderheitssenats gewählt, der von der PDS toleriert wird. Die PDS schickt mit Gysi ebenfalls einen Bundespolitiker ins Rennen gegen Wowereit, die CDU entschied sich dagegen am Sonntag für ihren Berliner Fraktionsvorsitzenden Frank Steffel und gegen den früheren Bundesvorsitzenden Wolfgang Schäuble.

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