Rexroth AG ganzjährig konsolidiert
Bosch sieht auch 2003 keine nachhaltige Erholung

Die Stuttgarter Robert Bosch GmbH rechnet auch im nächsten Jahr noch nicht mit einer nachhaltigen Erholung der Automobilkonjunktur. Für das laufende Jahr bekräftigte der zweitgrößte Automobilzulieferer der Welt allerdings seine Umsatzprognose.

Reuters HANNOVER. "Wir erwarten im nächsten Jahr in etwa einen ähnlichen Markt wie 2002", sagte Geschäftsführungsmitglied Wolfgang Chur im Vorfeld der Nutzfahrzeugmesse IAA am Dienstag in Hannover. Wie sich dies auf den Umsatz von Bosch auswirken werde, ließ Chur offen. Für das laufende Jahr geht Bosch für sein größtes Geschäftsfeld, die Kraftfahrzeugtechnik, trotz der weltweit schrumpfenden Autmobilproduktion weiterhin von einem im Vergleich zum Vorjahr stabilen Umsatz von 23 Milliarden Euro aus. Insgesamt soll die Gruppe 2002 um zwei bis drei Prozent wachsen - allerdings nur, weil der im vergangenen Jahr übernommene Hydraulikspezialist Rexroth erstmals für zwölf Monate in die Bilanz einbezogen wird.

Für 2002 äußerte Chur die Erwartung, dass sich Bosch erneut besser entwickeln werde als der Branchendurchschnitt. Er stützte diese Prognose vor allem auf den Absatz von Hochdruck- Dieseleinspritzsystemen, der trotz schwieriger Konjunktur voraussichtlich um knapp sechs Millionen Stück von zuvor gut fünf Millionen steigen solle. Der Verkauf des Elektronischen Stabilitäts-Programms (EPS) werde voraussichtlich auf drei von zwei Millionen Stück zunehmen.

Bosch konnte Stellenstreichungen vermeiden

Zur weiteren Entwicklung sagte Chur, auch wenn sich das Geschäft "noch recht ordentlich" entwickele, so gebe sich Bosch doch keinen Illusionen hin. Die Hoffnung auf eine spürbare Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr habe durch die jüngsten massiven Kurseinbrüche an den Aktienmärkten in aller Welt einen erheblichen Dämpfer erhalten. Auch wenn sich der Aufschwung nur allmählich einstelle, so habe Bosch die Mitarbeiterzahl jedoch bisher stabil gehalten. In Geschäftsbereichen, in denen die Beschäftigung aus konjunkturellen Gründen zurückgegangen sei, seien Stellenstreichungen durch flexible Arbeitszeitmodelle wie Arbeitszeitkonten vermieden worden.

Der Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik habe zur Jahresmitte einschließlich seiner japanischen Gesellschaften etwa 146 000 Beschäftigte gezählt, das seien annähernd soviele wie zu Jahresbeginn, sagte Chur. Zugleich werde die Zahl der Mitarbeiter im Bereich Forschung und Technik der Kraftfahrzeugtechnik 2002 noch zulegen von nahezu 14 000 zu Jahresbeginn auf mehr als 15 000 zu Jahresende.

Die Nutzfahrzeugbranche, die neben den Automobilherstellern zu den Hauptkunden von Bosch zählt, kämpft in diesem Jahr mit sinkender Nachfrage. In Westeuropa wird der Absatz voraussichtlich um gut fünf zurückgehen, in Deutschland um acht Prozent. In den USA hat es nach dem Einbruch des vergangenen Jahres zwar eine leichte Belebung gegeben, doch wird dies vor allem auf vorgezogene Verkäufe wegen der im Herbst bevorstehenden Verschärfung von Abgasvorschriften für Nutzfahrzeuge zurückgeführt.

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