Rezessionsängste verstärken Druck auf Notenbank
Hoffnung auf Zinssenkung beflügelt New Yorker Aktienmärkte

Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte notierte bei Handelsschluss 1,43 Prozent fester auf 10.951,24 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index beendete die Sitzung mit einem Plus von 1,44 Prozent bei 1266,59 Punkten, während der technologielastige Nasdaq Composite Index 2,11 Prozent auf 2191,52 Zähler zulegte.

Reuters NEW YORK. Die New Yorker Aktienmärkte haben beflügelt von Hoffnungen auf eine Zinssenkung am Freitag fester geschlossen. Die überraschend hohe, auf den höchsten Stand seit zwei Jahren angestiegene Arbeitslosigkeit in den USA habe die Börsen auf Grund von Rezessionsängsten zunächst belastet, sagten Händler. Doch zugleich geweckte Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank hätten hingegen überwogen und die Börsenindizes in die Gewinnzone geführt, hieß es.

Die Arbeitslosenrate in den USA ist im April von 4,3 auf 4,5 Prozent gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit Oktober 1998 Jahren erreicht, wie am Nachmittag (MESZ) vom US-Arbeitsmisterium mitgeteilt worden war. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 4,4 Prozent gerechnet. Die Zahl der offenen Stellen in den USA ist im April um 223.000 gesunken. Analysten hatten dagegen mit einem Stellenzuwachs von 5000 gerechnet.

Die Daten hätten bei vielen Anlegern erneut Rezessionsängste ausgelöst, zugleich jedoch Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed genährt. "Der Markt sieht nach vorne und eine Zinssenkung in den nächsten Wochen", sagte Guy Truicko, Portfolio Manager bei Unity Management. Der Präsident der Notenbank von Chicago, Michael Moscow, bekräftigte am Freitag, die Aussichten für die US-Wirtschaft seien unsicher. Für das kommende Jahr rechne er aber mit einer Erholung der Konjunktur in der weltweit größten Volkswirtschaft. Positiv reagierten insbesondere Technologietitel. Das High-Tech-Schwergewicht Cisco kletterte 5,25 Prozent auf 19,64 Dollar, während der Softwareriese Microsoft 3,24 Prozent höher bei 70,75 Dollar notierte.

Gesucht waren Titel im Erdölsektor. Der Index der US-amerikanischen Erdöltitel stieg 1,90 Prozent. Die Aktie des im Dow Jones verzeichneten Erdölkonzerns Exxon Mobil verbuchte ein Plus von 1,68 Prozent und ging bei 87,55 Dollar aus dem Handel. Spekulationen um höhere Erdölpreise im kommenden Sommer hätten die Titel im Sektor angehoben, hieß es. Im Zentrum des Anlegerinteresses standen ebenfalls Unternehmensmeldungen. Die Titel des Immobilien-Unternehmens Archstone Communities gaben nach der Bekanntgabe der Übernahme von E. Smith Residental 5,08 Prozent auf 23,90 Dollar nach.

Nach einer Gewinnwarnung und der Meldung von Stellenstreichungen büßten die Titel des Informatikunternehmens Wind River 2,52 Prozent auf 25,52 Dollar ein. Bei Umsätzen von rund 1,1 Milliarden Aktien schlossen an der Wall Street 2072 Titel fester, 996 schwächer und 191 unverändert. An der Nasdaq wurden rund zwei Milliarden Titel gehandelt. Dabei standen 2260 Kursgewinnern 1548 Verlierer gegenüber, und 350 Titel schlossen unverändert. Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt 11/32 leichter und brachten eine Rendite von rund 5,67 Prozent.

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