RFID-Chips zunächst in der Logistik-Kette
Erster Einsatz der Funketiketten

Der viel diskutierte Einsatz von RFID-Etiketten, die über Funk berührungslos lesbar sind, hat bereits begonnen. Sie sollen langfristig den heute üblichen Strichcode auf Papier ersetzten. Nach Plänen des Handels und der IT-Industrie werden sie dem Verbraucher mehr Komfort und dem Handel höhere Gewinne bringen. Verbraucherschützer sehen in den per Funk auslesbaren Kennzeichnungen aber eine weitere Möglichkeit zur Verletzung der Privatsphäre - sie sprechen bereits vom gläsernen Konsumenten.

HB MÜNCHEN. In den USA wurde vor einigen Wochen der Einsatz von Funketiketten im Handel gestartet. So hat die Handelskette Wal-Mart-Stores damit begonnen, im Raum Dallas in sieben Supermärkten Funketiketten einzusetzen. Vorläufig sollen diese ausschließlich zur Kennzeichnung von Paletten und Kartons im Rahmen der Warenlieferketten in den Test-Supermärkten genutzt werden. Die Kennzeichnung von Massenartikeln wie Milch oder Pflegeprodukten ist auf absehbare Zeit weder geplant noch möglich, wird beteuert.

Dem Handel, erläutert der Etikettenhersteller Checkpoint-Meto in einem Gespräch mit dem Handelsblatt, geht es derzeit um drei wichtige Ziele:

- deutliche Senkung der Personalkosten in der gesamten Lieferkette
- Fehler-Kontrolle
- Vermeidung von Waren-Engpässen bei guter Nachfrage

Die Möglichkeiten der Funktechnik sind vielfältig. So könnte mittels dieser Technik zukünftig der volle Einkaufswagen einfach aus dem Supermarkt geschoben werden, die Ware wird dabei per Funk mit der Kundenkarte in der Hosentasche bezahlt. Im Metro-Future-Store in Rheinsberg ist diese Vision bereits testweise Realität. In der Praxis soll dieses Szenario hierzulande aber noch Zukunftsmusik sein.

Technisch möglich machen dies alles die winzigen mit Antennen versehene Funkchips. RFID (Radio Frequency Identification / Identifikation mit Funkwellen) und EPC (Electronic Product Code) lauten die Schlagworte. Zunächst stehen beide Kürzel nur für die Speicherung von weltweit eindeutigen Identifikationsnummern auf per Funk auslesbaren Etiketten. Dabei ist es den Logistik-Organisationen gelungen, die bisherigen maschinenlesbaren optischen Strichcodes EAN (Europäische Artikelnummer) und den in den USA genutzten UCC Code (Uniform Code Council) unter dem EPC-Dach zu vereinheitlichen.

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