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Rheinmetall: Keine neuen Erkenntnisse über höheren Lombard-Anteil

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat eine Stellungnahme zu einem möglichen Zukauf von Unternehmensanteilen durch die Luxemburger Versicherungsgesellschaft Lombard International Assurance abgelehnt.

dpa-afx FRANKFURT. Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat eine Stellungnahme zu einem möglichen Zukauf von Unternehmensanteilen durch die Luxemburger Versicherungsgesellschaft Lombard International Assurance abgelehnt. "Es gibt seit unserer Pflichtmitteilung Ende September keine neuen Erkenntnisse", sagte ein Sprecher auf Anfrage. Bei Lombard war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte am Montag berichtet, der Versicherer sei seit Wochen dabei, Pakete an dem Düsseldorfer Konzern zu erwerben.

Ende September hatte Rheinmetall in einer Pflichtmitteilung mitgeteilt, Lombard halte 7,354 Prozent am Unternehmen. Die meldepflichtige Fünf-Prozent-Hürde war bereits Anfang Dezember vergangenen Jahres überschritten worden.

Fast 15 Prozent

Laut "Spiegel" soll Lombard mittlerweile seinen Anteil auf fast 15 Prozent aufgestockt haben. Der Versicherer soll das Aktienpaket allerdings nur treuhänderisch erworben haben. Tatsächlich soll der US-Finanzinvestor Carlyle Group hinter den Aufkäufen stecken. Dabei sei unklar, ob die Private-Equity-Firma in diesem Fall die Anteile für sich oder für einen Dritten gekauft habe, heißt es in dem Bericht. Carlyle sei unter anderem am Rüstungskonzern United Defence beteiligt. Dieser ist wie Rheinmetall auf den Bau von Panzern und Artilleriegeschützen spezialisiert. Auch bei Carlyle war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Interesse könnte dem "Spiegel" zufolge auch der US-Waffenkonzern General Dynamics haben. Dessen spanische Tochter fertigt in Lizenz den Kampfpanzer "Leopard", der in Deutschland in Teilen auch von Rheinmetall gebaut wird.

Rätselraten herrscht auch darüber, woher die aufgekauften Anteile stammen sollen. Röchling, die 42 Prozent an Rheinmetall halten, wollte sich zu einem möglichen Verkauf auf Anfrage nicht äußern. "Zu diesen Marktgerüchten nehmen wir keine Stellung", sagte eine Sprecherin. Laut "Spiegel" und Medienberichten der vergangenen Wochen wollte sich Röchling von Anteilen trennen, wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen waren die Gespräche aber ins Stocken geraten.

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