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Rheinmetall will führende Rolle bei Konsolidierung der Heeresindustrie spielen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will bei der erwarteten Konsolidierung der Heeresindustrie auf deutscher und europäischer Ebene eine führende Rolle spielen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Rüstungskonzern Rheinmetall will bei der erwarteten Konsolidierung der Heeresindustrie auf deutscher und europäischer Ebene eine führende Rolle spielen. "Wir wollen unsere führende Technologie-Position zur Grundlage eines wohl verstandenen Führungsanspruchs auch in Europa machen", sagte Vorstandschef Klaus Eberhardt der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe). Der politische Wunsch nach einer europäischen Konsolidierung müsse ernst genommen werden.

Dabei sei es wichtig, aus einer Position der Stärke in die Gespräche zu gehen. "Zu beginnen ist deshalb mit der deutschen Konsolidierung. Erst dann gilt es, die Verantwortung in einem größeren europäischen Zirkel zu übernehmen", sagte Eberhardt in dem Interview. Der Zeithorizont erstrecke sich auf einen langen Zeitraum von über zehn Jahren. "Die Autonomie in der Rüstungswirtschaft ist sicherlich eines der letzten Felder, die einzelne Staaten auf dem Weg zu einem gemeinsamen Europa aufgeben."

Organisch Stärker Wachsen ALS DER Markt

In Zukunft wolle Rheinmetall organisch stärker wachsen als der Markt, betonte Eberhardt. Darüber hinaus strebe der Konzern ein Wachstum über Internationalisierung an. Das Auslandsgeschäft von 61 Prozent sei noch sehr stark europäisch geprägt. "Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, langfristig in der Nafta-Region und in Asien jeweils 20 Prozent unserer Geschäfte zu machen." Auch Akquisitionen seien Teil der "Strategie nach vorn".

In der Sparte Defence erwarte er erstmals seit vielen Jahren wieder Wachstum durch öffentliche Aufträge. Der Verteidigungsetat bleibe bei rund 24 Mrd. Euro zwar relativ stabil, "aber wir können von einem Beschaffungsvolumen ausgehen, das von 5,9 Mrd. Euro in diesem Jahr auf 7,2 Mrd. Euro im Jahr 2008 steigen wird".

Auch in Zukunft wolle der Konzern seine Aktionäre an der Wertsteigerung des Unternehmens teilhaben lassen. "Wir waren immer ein gutes Dividendenpapier, und wir glauben, dass wir mit dieser Facette das Ticket Rheinmetall noch attraktiver machen können." Über die Dividende 2004 werde im nächsten Jahr geredet. Rheinmetall stehe aber zum Thema Dividendenkontinuität.

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