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Rhön-Klinikum bleibt im ersten Halbjahr unter eigenen ErwartungenDPA-Datum: 2004-07-22 09:36:57

(dpa-AFX) BAD Neustadt - Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum < Rhk3.ETR > ist im ersten Halbjahr 2004 trotz steigendem Umsatz und Überschuss unter den eigenen Erwartungen geblieben. Der operative Gewinn ging leicht zurück.

(dpa-AFX) BAD Neustadt - Der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum < Rhk3.ETR > ist im ersten Halbjahr 2004 trotz steigendem Umsatz und Überschuss unter den eigenen Erwartungen geblieben. Der operative Gewinn ging leicht zurück.

Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Gewinn von 76 Millionen Euro sowie einem Umsatz von einer Milliarde Euro. Um diese Ziele zu erreichen, müssten die Rationalisierungsmaßnahmen und Kostensenkungen greifen und die bereits erzielten Erfolge sich "mit einem Multiplikator" fortsetzen, teilte der Konzern am Donnerstag in Bad Neustadt mit.

Der Umsatz sei in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf 498,8 Millionen Euro gestiegen. Der Konzerngewinn legte leicht um 1,6 Prozent auf 37,1 Millionen oder 1,43 Euro je Aktie (EPS) zu. Die im Mdax < Mdax.ETR > notierte Aktie verlor in den ersten Handelsminuten leicht an Wert.

Hochwasserschäden Drücken Operativen Gewinn

Vor allem wegen überproportionaler Kostenerhöhungen sei das operative Ergebnis (Ebit) im ersten Halbjahr von 62,7 auf 60,1 Millionen Euro leicht gesunken. Zudem sei der Rückgang von Schadenersatzleistungen für Hochwasserschäden von 1,6 Millionen Euro beeinflusst. Der Rückgang des operativen Ergebnisses habe durch ein verbessertes Zinsergebnis, tarifbedingt niedrigere Ertragsteuern und rückläufige Ergebnisanteile Dritter ausgeglichen werden können.

Die Investitionen lagen nach Abzug von Fördermitteln bei 38,8 Millionen Euro. Die kurzfristige Verschuldung konnte um 20,4 Prozent abgebaut werden. In den ersten sechs Monaten 2004 wurden in den Kliniken des Konzerns mit 280.727 Patienten 10,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr des Vorjahres behandelt. Am 30. Juni waren im Konzern 13.767 (Ende März: 13.801) Mitarbeiter beschäftigt.

Weitere Akquisitionen Geplant

Bis Anfang Juli 2004 konnte der Konzern die Verträge zur Übernahme des Städtischen Krankenhauses Eisenhüttenstadt, des Städtischen Klinikums Pforzheim sowie des Städtischen Krankenhauses Hildesheim unter Dach und Fach bringen. Damit erhöht sich die Anzahl der zum Konzern gehörenden Kliniken auf 33 an insgesamt 25 Standorten.

Für das zweite Halbjahr 2004 kündigte der Konzern weitere Akquisitionen an. Damit stiegen die "Chancen für ein qualifiziertes und langfristig erfolgreiches Wachstum", teilte das Unternehmen mit.

Quartalszahlen

Im zweiten Quartal 2004 konnte Rhön-Klinikum seinen Umsatz von 232,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 250 Millionen Euro verbessern. Der Konzerngewinn stieg leicht von 18,1 auf 18,7 Millionen Euro. Damit lag der Gewinn je Aktie (EPS) bei 0,72 Euro.

Als Folge einer Verbreiterung der Führungsspitze und der Zentralbereiche des Konzerns sowie durch Tarifsteigerungen sei der Anstieg der Personalaufwendungen in den Monaten April bis Juni gegenüber dem Vorjahr und dem Vorquartal überproportional verlaufen.

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