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Rhön-Klinikum-Chef erwartet rückläufige Margen

Die private Krankenhauskette Rhön-Klinikum stellt sich auf rückläufige Margen ein. Die Belastungen aus der Gesundheitsreform beschleunigen zwar den Ausstieg der kommunalen Träger aus defizitären Häusern, sagte Unternehmenschef Eugen Münch der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe). Angesichts der Ertragsmisere öffentlich-rechtlicher Krankenhäuser dauere es nach einer Übernahme immer länger, bis wieder schwarze Zahlen erreicht werden. Dies drücke auf die Margen der privaten Klinikenbetreiber. Der Gewinn soll aber weiter steigen.

dpa-afx FRANKFURT. Die private Krankenhauskette Rhön-Klinikum stellt sich auf rückläufige Margen ein. Die Belastungen aus der Gesundheitsreform beschleunigen zwar den Ausstieg der kommunalen Träger aus defizitären Häusern, sagte Unternehmenschef Eugen Münch der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe). Angesichts der Ertragsmisere öffentlich-rechtlicher Krankenhäuser dauere es nach einer Übernahme immer länger, bis wieder schwarze Zahlen erreicht werden. Dies drücke auf die Margen der privaten Klinikenbetreiber. Der Gewinn soll aber weiter steigen.

"Während wir früher in der Regel bei einem Neuerwerb innerhalb eines Jahres schwarze Zahlen geschrieben haben, weil der Verlust bei 1 bis 2 % vom Umsatz lag, tendiert das heute über 4 %, manchmal 8 %", sagte Münch. Dafür seien die Kaufpreise zunehmend günstiger.

Privatisierungswelle IST Angelaufen

Die lang erwartete Privatisierungswelle ist laut Münch angebrochen. "Der Damm für Privatisierungen ist gebrochen", sagte er. "Die Krankenkassen fordern die Ausgliederung ambulanter Leistungen, die bisher stationär umgesetzt wurden. Das schwankt je nach Klinik zwischen fünf und 10 % der Fallzahlen. Dies führt in den Krankenhäusern zu einem erheblichen Rückgang der Erträge, vor allem wenn die Strukturen nicht angepasst sind." Das erhöhe die Verluste der öffentlichen Krankenhäuser und damit den Privatisierungsdruck.

Weitere Zukäufe wollte Münch für dieses Jahr nicht ausschließen. Nach fünf erworbenen Krankenhäusern sei Röhn-Klinikum aber gut beschäftigt. Weitere Zukäufe würden Stress mit sich bringen.

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