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Rhön-Klinikum mit deutlichem Umsatzwachstum - Ergebnis eher schwach

Die Rhön-Klinikum AG hat im dritten Quartal vor allem dank weiterer Krankenhaus-Übernahmen kräftige Umsatzzuwächse verbucht. Bei den Erlösen erfüllte das im MDax notierte Unternehmen die Erwartungen der Analysten, der Gewinn jedoch bewegte sich eher am unteren Rand der Prognosen.

dpa-afx BAD NEUSTADT. Die Rhön-Klinikum AG hat im dritten Quartal vor allem dank weiterer Krankenhaus-Übernahmen kräftige Umsatzzuwächse verbucht. Bei den Erlösen erfüllte das im MDax notierte Unternehmen die Erwartungen der Analysten, der Gewinn jedoch bewegte sich eher am unteren Rand der Prognosen. Seine Gewinnprognose von 76 Mill. Euro für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen.

Im frühen Handel gab die Aktie nach, das Papier verlor bis 9.45 Uhr 1,65 Prozent auf 45,24 Euro. Der MDax notierte gleichzeitig nahezu unverändert mit 0,02 Prozent im Plus bei 5 162,47 Punkten. Händler hatten sich von den Zahlen in einer ersten Reaktion kaum überrascht gezeigt. "Die Ergebnisse entsprachen vollkommen den Prognosen und dürften somit in den Aktienkurs eingepreist sein", urteilte ein Händler. Die Bestätigung der Gesamtprognose sei positiv zu werten.

Im dritten Quartal verzeichnete die Rhön-Klinikum AG (Bad Neustadt/Saale) nach eigenen Angaben einen Umsatzzuwachs von 244,2 Mill. Euro im Vorjahresquartal auf 275,4 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg von 31,5 auf 31,6 Mill. Euro und blieb damit nahezu unverändert. Der Konzerngewinn erhöhte sich von 18,6 auf 19,4 Mill. Euro.

Umsatz IM Rahmen DER Prognosen - Ergebnis AM Unteren Rand

Die von dpa-AFX befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 264,9 Mill. Euro gerechnet. Die Schätzungen schwankten dabei zwischen 258 Mill. und 276 Mill. Euro. Der Gewinn sollte bei 19,9 Mill. Euro liegen, das Ebit bei 32,2 Mill. Euro.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) erhöhte sich von 43,4 auf 45,1 Mill. Euro. Der durchschnittliche Fallerlös sank von 1 816 auf 1 726 Euro. Die im dritten Quartal konsolidierten Neuerwerbungen Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt, Städtisches Krankenhaus Pforzheim und die beiden Krankenhäuser des Landkreises Rhön-Grabfeld in Bad Neustadt und Mellrichstadt ließen die Gesamtbettenzahl von 8 609 zum 30.06.04 auf 9 815 zum 30.09.2004 steigen.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2005 sollten drei weitere Neuerwerbungen in der Bilanz konsolidiert werden, hieß es. Dazu zählen das Städtische Krankenhaus Hildesheim, das Kreiskrankenhaus Gifhorn und das Städtische Krankenhaus in Wittingen. Aktuell sei Rhön-Klinikum auch "aussichtsreich" bei weiteren Akquisitionsprojekten im Rennen.

Gesundheitsbranche "Verunsichert" - Gewinnprognose "Erreichbar"

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres stieg der Umsatz von 710,0 auf 774,2 Mill. Euro. Damit hätten sich die eigenen Erwartungen "noch nicht ganz erfüllt", hieß es. Der Konzerngewinn verbesserte sich von 55,1 auf 56,5 Mill. Euro. Das operative Ergebnis indes fiel mit 91,6 Mill. Euro schwächer aus als im Vorjahreszeitraum. Vor einem Jahr hatte der Konzern hier 94,2 Mill. Euro ausgewiesen. Die Zahl der behandelten Patienten stieg von knapp 391 000 auf rund 448 000.

Die gesamte Gesundheitsbranche sei derzeit wegen gesetzlicher Neuerungen verunsichert und klage über rückläufige Preise und Ergebnisse, teilte Rhön-Klinikum weiter mit. Dennoch halte der Konzern an seiner Gewinnprognose von 76 Mill. Euro fest. Dieses Ziel sei erreichbar, hieß es. Die Anstrengungen müssten aber verstärkt werden.

Angesichts der Ertragsmisere öffentlich-rechtlicher Krankenhäuser dauert es früheren Angaben des Unternehmens zufolge nach einer Übernahme immer länger, bis wieder schwarze Zahlen erreicht werden. Dies belastet die Margen der privaten Klinikbetreiber.

Analysten: Zahlen Weisen IN Richtige Richtung

Analysten der Hypovereinsbank betonten in einem ersten Kommentar, dass die Zahlen im Rahmen der Erwartungen seien und zugleich in die richtige Richtung wiesen. Das Ebitda habe sich im Vergleich zum Vorquartal erhöht, die Kosteneinsparungen des Managements machten Fortschritte. Die Experten bekräftigten daher ihre "Buy"-Einstufung und beließen das Kursziel bei 50 Euro.

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