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Rhön-Klinikum mit deutlichem Umsatzwachstum - Ergebnis eher schwach

Die Rhön-Klinikum AG hat im dritten Quartal vor allem dank weiterer Krankenhaus-Übernahmen kräftige Umsatzzuwächse verbucht. Bei den Erlösen erfüllte das im MDax notierte Unternehmen die Erwartungen der Analysten, beim Gewinn jedoch blieb es hinter den Erwartungen zurück.

dpa-afx BAD NEUSTADT. Die Rhön-Klinikum AG hat im dritten Quartal vor allem dank weiterer Krankenhaus-Übernahmen kräftige Umsatzzuwächse verbucht. Bei den Erlösen erfüllte das im MDax notierte Unternehmen die Erwartungen der Analysten, beim Gewinn jedoch blieb es hinter den Erwartungen zurück.

Der Umsatz sei von 244,2 Mill. Euro im Vorjahresquartal auf 275,4 Mill. Euro geklettert, teilte die Rhön-Klinikum AG am Dienstag in Bad Neustadt mit. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg von 31,5 auf 31,6 Mill. Euro und blieb damit nahezu unverändert. Der Konzerngewinn erhöhte sich von 18,6 auf 19,4 Mill. Euro.

Erwartungen

Die von dpa-AFX befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 264,9 Mill. Euro gerechnet. Die Schätzungen schwankten dabei zwischen 258 Mill. und 276 Mill. Euro. Der Gewinn sollte bei 19,9 Mill. Euro liegen, das Ebit bei 32,2 Mill. Euro.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) erhöhte sich von 43,4 auf 45,1 Mill. Euro. Der durchschnittliche Fallerlös sank von 1 816 auf 1 726 Euro. Die im dritten Quartal konsolidierten Neuerwerbungen Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt, Städtisches Krankenhaus Pforzheim und die beiden Krankenhäuser des Landkreises Rhön-Grabfeld in Bad Neustadt und Mellrichstadt ließen die Gesamtbettenzahl von 8 609 zum 30.06.04 auf 9 815 zum 30.09.2004 steigen.

Die gesamte Gesundheitsbranche sei derzeit wegen gesetzlicher Neuerungen verunsichert und klage über rückläufige Preise und Ergebnisse, teilte Rhön-Klinikum weiter mit. Dennoch halte der Konzern an seiner Gewinnprognose von 76 Mill. Euro fest.

Angesichts der Ertragsmisere öffentlich-rechtlicher Krankenhäuser dauert es früheren Angaben des Unternehmens zufolge nach einer Übernahme immer länger, bis wieder schwarze Zahlen erreicht werden. Dies belastet die Margen der privaten Klinikbetreiber.

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