Ricardo-Wunschpartner für kommenden Wettbewerb
QXL-Aktionäre unterstützen Übernahme von ricardo.de

Die Unternehmen rechnen damit, dass das Tauschangebot in Deutschland und die damit verbundene Notierung neuer Aktien bis zum 20. November abgeschlossen sein wird.

dpa-afx/rtr LONDON. Die Aktionäre des britischen Internet-Auktionshauses QXL.com haben der Fusion mit dem deutschen Wettbewerber ricardo.de zugestimmt. Das teilte das Unternehmen am Montag nach einer außerordentlichen Hauptversammlung in London mit. Darüber hinaus beschlossen die Anteilseigner des britischen Online-Auktionshauses, dass ein öffentliches Tauschangebot für die noch ausstehenden ricardo-Aktien gemacht werden soll. Die Unternehmen rechnen damit, dass das Tauschangebot in Deutschland und die damit verbundene Notierung neuer Aktien bis zum 20. November abgeschlossen sein wird.

Tief in der Verlustzone

Ricardo.de war im Geschäftsjahr 1999/2000 trotz stark gestiegener Umsätze deutlich tiefer in die Verlustzone gerutscht. Der Umsatz wuchs nach Angaben des Unternehmens zwar auf 40,8 Millionen Mark (Vorjahr 6,3 Millionen Mark). Gleichzeitig stieg der Verlust vor Goodwillabschreibungen und einmaligen Aufwendungen jedoch um mehr als das 13-fache auf 36,7 (2,7) Millionen Mark.

Ricardo erwartet Marktbereinigung

"QXL ist unser Wunschpartner, mit dem wir eine gute Ausgangsbasis für den kommenden Wettbewerb haben", sagte der Ricardo-Chef Christoph Linkwitz. Ricardo geht davon aus, dass langfristig nur drei bis fünf Online-Auktionshäuser weltweit überleben werden. Größter Konkurrent von Ricardo (www.ricardo.de) und QXL (www.qxl.de) ist der Weltmarktführer aus den USA Ebay Um mit dem Weltmarktführer aus den USA, eBay (www.ebay.de), konkurrieren zu können, will ricardo.de nun mit dem britischen Mitbewerber QXL (www.qxl.com) fusionieren. Die drei sind zusammen mit E-Hammer (www.ehammer.de) sowie AndSold (www.andsold.de) von Bertelsmann die großen Adressen in Deutschland. Hinzu kommen einige kleinere Häuser sowie Offerto (www.offerto.com), das wie schon zuvor eBay, ricardo.de und QXL.com an die Börse gehen will. Experten erwarten allerdings, dass auf Dauer höchstens eine Hand voll Häuser überleben wird.

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