"Richter Gnadenlos"
Hamburger Gericht spricht Schill frei

Im Verfahren um den Vorwurf der Rechtsbeugung wurde der als "Richter Gnadenlos" bekannt gewordene Hamburger Innensenator freigesprochen.

ap HAMBURG. Im neu aufgelegten Prozess gegen den Hamburger Innensenator Ronald Schill hat das Landgericht der Stadt den früheren Amtsrichter am Freitag vom Vorwurf der Rechtsbeugung und Freiheitsberaubung freigesprochen. Dem als "Richter Gnadenlos" bekannt gewordenen Schill war von der Anklagebehörde vorgeworfen worden, bei einem Prozess im Mai 1999 zwei Zuschauer in Ordnungshaft genommen, ihre Haftbeschwerde jedoch erst drei Tage später weitergeleitet zu haben.

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hatten einen Freispruch gefordert. Schill war im Oktober 2000 in der Sache wegen Rechtsbeugung ebenfalls vom Landgericht Hamburg zu 12 000 DM Geldstrafe verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte im September das Urteil aufgehoben und den Fall wieder an das Landgericht zurückgewiesen.

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