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Richterin rechnet mit langem Wildmoser-Prozess

Karl-Heinz Wildmoser junior muss sich im Korruptionsskandal um das neue Münchner Fußballstadion auf einen längeren Prozess einstellen.

dpa MÜNCHEN. Karl-Heinz Wildmoser junior muss sich im Korruptionsskandal um das neue Münchner Fußballstadion auf einen längeren Prozess einstellen.

"Es ist eine dicke Anklage", sagte Huberta Knöringer, Vorsitzende Richterin der 4. Strafkammer des Landgerichts München I, der dpa. Sie rechne nicht mit einem kurzen Prozess. Von ihr aus könne es im November los gehen. "Im Oktober habe ich keine Termine mehr frei", meinte Knöringer. Zunächst müsse die Stellungnahme der Anwälte abgewartet werden, die hierfür drei Wochen Zeit hätten. Dann erst könne über die Eröffnung des Verfahrens und einen Termin entschieden werden.

Die Staatsanwaltschaft hat Karl-Heinz Wildmoser junior wegen Untreue, Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr und Steuerhinterziehung angeklagt. Hintergrund sind Schmiergelder in Höhe von 2,8 Mill. ?, die bei der Auftragsvergabe für die neue "Allianz Arena" geflossen sein sollen. Die Anklageschrift umfasst rund 85 Seiten. Mitangeklagt ist ein Schulfreund Wildmosers, ihm wird Beihilfe zu Wildmosers Taten sowie Steuerhinterziehung zur Last gelegt.

Vater Karl-Heinz Wildmoser senior hofft unterdessen auf eine Bewährungsstrafe für seinen Sohn, da dieser noch nicht vorbestraft ist. "Ich bin froh, dass endlich Anklage erhoben ist", sagte er der Münchner Zeitung "tz". "Wenn mein Bub das gemacht hat, muss er dazu stehen und dafür bestraft werden."

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