Richterliche Entscheidung
Mädchen dürfen nicht "Schmitz" heißen

Der im Rheinland häufige Familienname Schmitz darf nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln nicht als Vorname für ein Mädchen vergeben werden.

Reuters DÜSSELDORF. Diesen Familiennamen zum Vornamen zu wählen widerspreche der Ordnungsfunktion des Namens, urteilte das Kölner Oberlandesgericht am Freitag. Geklagt hatten Eltern, die nach ihrer Heirat ihre jeweiligen Namen behalten und ihrer Tochter den Nachnamen der Mutter gegeben hatten. Der Schmitz heißende Vater hatte seine enge Bindung an die Tochter damit zeigen wollen, dass er seinen Nachnamen an die zwei Mädchen-Vornamen seiner Tochter anhängt.

Die Verwendung des Nachnamens des Vaters als Vorname führe zu einer nicht hinnehmbaren Auflösung der nach deutschem Namensrecht zwingend gebotenen Unterscheidung zwischen Vor- und Familiennamen innerhalb einer Familie, begründete das Gericht seine Entscheidung. Außerdem könne durch die Bestimmung des Nachnamens eines Elternteils zu den Vornamen eines Kindes der Eindruck eines unzulässigen Doppelnamens entstehen. Die Eltern waren bereits beim Amts- und beim Landgericht gescheitert (AZ 16 Wx 239/01).

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