Richterliche Verfügung verhinderte Rückgabe an Kuba
Kubanische Flugzeuge in den USA versteigert

Zwei im März und April dieses Jahres in die USA entführte kubanische Verkehrsflugzeuge sind dort am Montag versteigert worden.

HB/dpa MIAMI. Wie spanischsprachige Fernsehsender in Miami (Florida) meldeten, geht der Erlös von 19 000 Dollar (16 250 Euro) an die aus Kuba stammende US-Bürgerin Ana Margarita Martínez. Diese hatte die kubanische Regierung auf Schadenersatz verklagt, nachdem sie von einem kubanischen Agenten geheiratet und dann sitzen gelassen worden war.

Bei der Versteigerung in Key West an der Südspitze Floridas wechselte eine mehr als 50 Jahre alte DC-3 für 12 500 Dollar den Besitzer. Für die russische Antonov AN-24 wurden 6500 Dollar erzielt. Die Flugzeuge waren am 19. März und am 1. April jeweils auf Inlandsflügen von ausreisewilligen Kubanern nach Key West entführt worden. Eine richterliche Verfügung verhinderte die Rückgabe an Kuba.

Martinez hatte 1995 den Kubaner Juan Pablo Roque geheiratet, der kurz zuvor als mutmaßlicher antikommunistischer Flüchtling in die USA gekommen war. Im Jahr darauf setzte Roque sich aber nach Kuba ab, und es stellte sich heraus, dass er ein Geheimagent war und die Frau nur der besseren Tarnung wegen geheiratet hatte. Martínez sah ihr Leben ruiniert und verklagte die Regierung in Havanna. Ein Gericht in Miami sprach ihr 2001 Schadenersatz in Höhe von 27,1 Mill. Dollar zu. Kuba verweigerte die Zahlung.

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