Richterspruch verhindert Insolvenz
Qwest Communications zunächst gerettet

Die Qwest Communications International Inc. aus Denver muss dank eines Richterspruchs zunächst keine Insolvenz anmelden.

vwd DENVER. Richter Robert E. Blackburn vom Bezirksgericht in Colorado hat nach Angaben des Telekommunikationskonzerns am Donnerstag entschieden, dass Qwest die aus dem Verkauf des Bereichs Gelbe Seiten erlösten sieben Milliarden Dollar für sich verwenden darf. Aktionäre des Unternehmens hatten wegen des Wertverlusts ihrer Qwest-Anteile bei dem Gericht beantragt, das Geld aus diesem Verkauf an sie auszuzahlen. Qwest kann nun den Erlös wie geplant zur Tilgung ihrer Schulden von 26 Milliarden Dollar einsetzen.

Ein Richterspruch zugunsten der Aktionäre hätte nach Einschätzung von Beobachtern von Qwest wahrscheinlich den Gang des Konzerns zum Insolvenzrichter nach sich gezogen. Über einen weiteren Punkt des Antrags der Aktionäre, das Einfrieren von 1,9 Milliarden Dollar aus Insidergeschäften, habe der Richter noch nicht entschieden. Einem Qwest-Sprecher zufolge wird die Entscheidung in Kürze erwartet. Die von den Aktionären als Insidergeschäfte erachteten Aktienverkäufe seien zwischen März 1999 und Februar 2002 durch Joseph P. Nacchio, ehemals Chief Executive von Qwest, sowie Unternehmensgründer Philip Anschutz vorgenommen worden. Nacchio habe in diesem Zeitraum Aktien für rund 213,4 Millionen Dollar verkauft, Anschutz für mehr als 1,7 Milliarden Dollar.

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